Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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dieſe traurige Geſchichte, faßte ſie wieder Muth und beendigte ihre Erzählung mit folgenden Worten:

„Es ſchlug ein Uhr Morgens in dem Augenblick, wo der Dauphin und ſein wenig bedenklicher Mentor ſich entfernten. Perrot ſah, daß ſein Herr rettungslos verloren war, wenn er dem Boten von Herrn von Mont⸗ morency Zeit ließ, zu erſcheinen. Es war ihm nicht entgangen, daß Herr von Montmorency weder ein Lo⸗ ſungswort noch irgend ein Zeichen genannt hatte, woran man ſeinen Abgeſandten zu erkennen vermöchte. Nach⸗ dem er ungefähr eine halbe Stunde gewartet hatte, um das Zuſammentreffen von Herrn von Montmorency mit dem Boten wahrſcheinlich zu machen, verließ Perrot ſachte ſein Verſteck, ging mit aufgehobenem Fuße einige Stufen der Treppe hinab, ſtieg ſodann dieſe wieder hin⸗ auf, indem er ſeine Tritte im Gegentheil ſcharf hörbar machte, und klopfte an die Thüre des Sprechzimmers.

„Der Plan, den er freiwillig gefaßt hatte, war kühn, hatte aber gerade wegen dieſer Kühnheit Chancen des Gelingens.

„„Wer da?““ fragte die Wache.

„„Ein Abgeſandter des gnädigſten Herrn von Mont⸗ morency.““

ſprach der Anführer der Truppe zu der ache.

„Man öffnete, Perrot trat keck, den Kopf hoch, ein.

„„Ich bin der Stallmeiſter von Herrn Charles von Manffol, der, wie Ihr wißt, im Dienſte von Herrn von Montmorench ſteht. Wir kamen von der Wache im Louvre ab, mein Herr und ich, als wir auf der Gröve Herrn von Montmorench in Begleitung eines großen, tief in ſeinen Mantel gehüllten jungen Mannes begegneten. Herr von Montmorench erkannte Herrn von Manffol und rief ihn. Nachdem ſie einige Augenblicke mit ein⸗ ander geſprochen hatten, befahlen ſie mir, hieher in die Rue du Figuier zu Frau Diana von Poitiers zu gehen. Ich werde, ſagten ſie, hier einen Gefangenen ſinden,