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Chatelet iſt mein Freund; mehr noch, taub und ſtumm wie ſein Gefängniß, und dem Dienſte Seiner Majeſtät ergeben. Herr von Montgommery werde noch in dieſer Nacht in das Chatelet gebracht. Ein guter Kerker wird ihn uns bewahren, oder zurückgeben, wie wir wol⸗ len. Morgen iſt er verſchwunden, und wir verbreiten über dieſes Verſchwinden die widerſprechendſten Ge⸗ rüchte. Wenn dieſe Gerüchte nicht von ſelbſt fallen, wenn die Freunde des Grafen ihn mit zu großer Be⸗
harrlichkeit zurückfordern, was nicht wahrſcheinlich iſt
treiben, worüber ich mich wundern würde, ſo rechtfer⸗ tigen wir uns mit einem Wort, indem wir die Regiſter des Chatelet vorzeigen, welche beweiſen, daß Herr von Montgommery, des Verbrechens der Majeſtätsbeleidi⸗ gung angeklagt, im Gefängniß den regelmäßigen Spruch des Gerichtes erwartet. Und haben wir dieſen Beweis gegeben, fällt es dann uns zur Laſt, wenn das Ge⸗ fängniß ungeſund iſt, wenn der Kummer und die Reue zu viel Gewalt über Herrn von Montgommerh gehabt haben, und wenn er geſtorben iſt, ehe er vor einem Gericht erſcheinen konnte?““
„„Oh! Herr von Montmorench!““ verſetzte der Dau⸗ phin ſchauernd.
„„Seid, unbeſorgt, gnädigſter Herr,““ ſprach der
Rath des Prinzen,„„wir werden nicht nöthig haben,
zu dieſem Aeußerſten zu greifen. Die durch die Abwe⸗ ſenheit des Grafen veranlaßten Gerüchte werden ſich von ſelbſt legen. Die Freunde werden ſich tröſten und raſch vergeſſen, und Herr von Montgommery wird, wenn er will, von dem Augenblick an, wo er für die Welt todt iſt, für das Gefängniß leben.““
„„Hat er nicht einen Sohn?““
„„Ja, ein Kind von wenigen Jahren, dem man ſagt, man wiſſe nicht, was aus ſeinem Vater geworden,
und das, iſt es einmal groß, ſeine eigenen Intereſſen,
ſeine eigenen Leidenſchaften haben, und eine fünfzehn
₰
wenn ſie eine ſtrenge Unterſuchung bis aufs Aeußerſte


