Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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Adel duldet es nicht, daß man ihn behandelt wie ge⸗ meine Menſchen und ohne Umſtände tödtet. Wir müſ⸗ ſen nothwendig antworten können;„„Herr von Mont⸗ gommery iſt auf der Flucht...“ oder:„„Herr von Montgommery iſt verwundet und krank. 4ℳ Doch in jedem Fall:„„Herr von Montgommery lebt„ Und wenn man uns auf das Aeußerſte treibt, wenn man ihn hartnäckig von uns zurückfordert, nun! ſo muß es uns am Ende freiſtehen, ihn aus ſeinem Gefängniß

oder aus ſeinem Bett zu ziehen und ihn den Verleum⸗

dern zu zeigen. Doch ich hoffe, die Vorſichtsmaßregel wird, wenn auch gut, nichtsdeſtoweniger unnöthig ſein. Man wird morgen und übermorgen nach Herrn von Montgommery fragen. In acht Tagen wird man weniger, und in einem Monat wird man gar nicht mehr davon reden. Nichts vergißt ſich ſo ſchnell als ein Freund, und man muß wohl den Gegenſtand des Geſpräches verändern! Ich finde daher, daß der Schul⸗ dige weder ſterben, noch leben ſoll: er muß verſchwin⸗ den.““

„„Es ſei!““ ſagte der Dauphin,„„er reiſe ab, er verlaſſe Frankreich! Er hat Güter und Verwandte in England, er flüchte ſich dahin!““

„„Nein, gnädigſter Herr!““ entgegnete Montmo⸗ rency.„„Der Tod iſt zu viel, doch die Verbannung iſt nicht genug. Wollt Ihr,“ fügte er die Stimme däm⸗ pfend bei,„„wollt Ihr, daß dieſer Menſch eher in Eng⸗ land als in Frankreich ſagt, er habe Euch mit einer beſchimpfenden Geberde bedroht?““

„„Oh! erinnert mich nicht hieran!““ rief der Dau⸗ phin mit den Zähnen knirſchend.

„„Laßt mich Euch dennoch daran erinnern, gnädig⸗ ſter Herr, um Euch vor einem unklugen Entſchluß zu bewahren. Ich wiederhole Euch, der Graf muß nichts enthüllen können, weder lebendig, noch todt. Die Leute unſerer Escorte ſind ſicher und wußten überdies nicht, mit wem ſie es zu thun hatten. Der Gonverneur des