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fahren, als das Verbrechen ſelbſt. Daß ſich ſeine Ho⸗ heit der Dauphin in einen Einzelnkampf mit dieſem Frechen einlaſſen ſoll, iſt noch viel unmöglicher. Was iſt alſo Eure Anſicht in dieſer Sache, Madame, und was ſollen wir mit dieſem Menſchen thun?““
„Es trat ein Augenblick des Stillſchweigens voll innerer Bewegung ein. Perrot hemmte ſei Athem, um die Worte, welche lange nicht hervorkommeh wollten, beſſer zu hören. Doch Frau Diana hatte offenbar bange vor ſich ſelbſt und vor dem, was ſie ſagen würde. Sie zögerte vor ihrem eigenen Spruch.
„Endlich mußte ſie ſprechen, und ſie ſagte mit ziemlich feſter Stimme:
„„Herr von Montgommery hat das Verbrechen der Majeſtätsbeleidigung begangen. Herr von Mont⸗ morench, zu welcher Strafe verurtheilt man diejenigen, nee ſich der Majeſtätsbeleidigung ſchuldig gemacht aben?““
„„Zum Tode,““ antwortete der Connetable.
„„Meine Anſicht iſt es alſo, daß dieſer Menſch ſterbe,““ ſprach Frau Diana mit kaltem Tone.
„Alle ſchauerten, und erſt nach einer zweiten Pauſe ſagte Herr von Montmorench:
„„In der That, Madame, Ihr liebt Herrn von Montgommery nicht, und habt ihn nie geliebt.““
„Doch ich,““ verſetzte der Dauphin,„ich will weniger als je, daß Herr von Montgommery ſterbe.““
„„Das iſt auch meine Anſicht,“ verſetzte Mont⸗ morench;„„doch ich denke, nicht aus denſelben Beweg⸗ gründen wie bei Euch, Hoheit: die Meinung, welche Ihr aus Großmuth ausgeſprochen habt, billige ich aus Klugheit. Herr von Montgommery hat mächtige
Freunde und Verwandte in Frankreich und in England; man weiß überdies bei Hofe, daß er dieſen Abend hier
mit uns zuſammentreffen mußte. Verlangt man ihn
morgen laut und geräuſchvoll von uns zurück, ſo müſ⸗
ſen wir nicht einen Leichnam zu zeigen haben. Der


