Teil eines Werkes 
4.-7. Bdchn (1847)
Entstehung
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gommery lebt, Madame, doch er iſt von unſeren Leuten 3

wegen eines ſolchen Verbrechens hätte noch mehr Ge⸗

eben ſo ſehr, und noch mehr als Ihr gelitten? Bin ich nicht unſchuldig an dem Allem? Liebe ich denn dieſen Menſchen, habe ich ihn denn je geliebt?““ „Sie verleugnete ihn, nachdem ſie ihn verrathen D hatte; das war ganz einfach. 4 „„Ich liebe nur Euch, gnädigſter Herr,““ fuhr ſie fort,„meine Seele und mein Leben gehören ganz Euch, und mein Daſein beginnt erſt an dem Tag, wo Ihr dieſes Herz angenommen habt, das Euch ergeben iſt. Früher kann es geſchehen ſein, und ich erinnere mich auch unbeſtimmt, daß ich Herrn von Montgom⸗ mery einige Hoffnung in der Ferne hatte erblicken laſ⸗ ſen. Doch jedenfalls war es nichts Beſtimmtes, keine gewiſſe Verbindlichkeit. Als Ihr kamet, war Alles vergeſſen. Und ſeit dieſer Zeit, ich ſchwöre es,— glaubt eher meinen Worten, als den eiferſüchtigen Ver⸗ leumdungen von Madame dEtampes und ihren An⸗—

hängern!— ſeit dieſer geſegneten Zeit hat jeder Ge⸗ danke meines Geiſtes, jeder Pulsſchlag meines Her⸗ zens Euch gehört, gnädigſter Herr. Dieſer Menſch lügt, dieſer Menſch handelt im Einverſtändniß mit meinen Feinden, dieſer Menſch hat kein Recht auf diejenige, welche Euch ſo ganz gehört, Heinrich. Ich kenne die⸗ ſen Menſchen kaum, und liebe ihn nicht nur nicht, groſ⸗ ſer Gott! ſondern ich haſſe und verachte ihn. Seht, ich frage Euch nicht einmal, ob er noch lebt, oder ob er todt iſt, ich bekümmere mich nur um Euch. Ihn haſſe ich.““* „Iſt das wahr, Madame?““ fragte der Dauphin mit einem Ueberreſte düſteren Mißtrauens. „„Die Beweisführung wird leicht und raſch ſein,““ verſetzte Herr von Montmoreney.„„Herr von Mont⸗

mit Banden beladen, und außer Stand, zu ſchaden. Er hat den Prinzen ſchwer beleidigt. Ihn vor die Gerichte zu bringen, iſt unmöglich: die Verurtheilung