I.
Wos iſt der ſchlagendſte Peweis, den eine Frau geben kann, daß ein Mann nicht nh ihr Geliebter iſt?
„„Herr von Montmorency,““ ſprach der Dauphin, mit einer zornigen Traurigkeit eintretend,„„wenn Ihr mich nicht beinahe mit Gewalt zurückgehalten hättet, ſo wäre ich minder unzufrieden mit mir und mit Euch, als ich dies bin.““
„„Eure Hoheit erlaube mir, zu bemerken, daß dies als junger Menſch, und nicht als Königsſohn ſprechen heißt. Eure Tage gehören nicht Euch, ſie ge⸗ hören Eurem Volk, gnädigſter Herr, und die gekrönten Häupter haben höhere Pflichten als die andern Men⸗ ſchen“
„Warum bin ich denn gegen mich aufgebracht⸗ warum ſchäme ich mich?““ ſagte der Prinz.„„Ah!
Ihr ſeid es, Madame,““ ſprach er, ſich an Diana wen⸗ dend, die er ohne Zweifel gerade erſt bemerkte.
„Und da in dieſem Augenblick die verletzte Eitelkeit den Sieg über die eiferſüchtige Liebe davontrug, p fügte er bei:
„„Bei Euch und durch Euch iſt mir die erſte Be⸗
leidigung zu Theil geworden.““
„„Achl ja, bei mir, doch ſagt nicht Jur With gnädigſter Herr,““ erwiederte Diana.„Habe ich Die beiden Dianen. U. 1


