Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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194 finde, weil Frau Diana Euch liebt, und weil Ihr Frau Diana liebt.““

„Da die Scene ſich ſo geſtaltete, ſo ſtanden hier nur noch einander gegenüber der Erbe des größten Thrones der Welt und ein einfacher Edelmann; doch zwei Männer, zwei gereizte, eiferſüchtige Nebenbuhler, zwei leidende Seelen, zwei zerriſſene Herzen.

„„Ich war der angenommene und bezeichnete Ge⸗ mahl von Frau Diana, man wußte es, Ihr wußtet es,“ erwiederte Herr von Montgommery, der ſchon den Titel wegließ, auf den der Prinz ein Recht hatte.

„„Verſprechen in die Luft, vergeſſenes Verſprechen 04 rief Heinrich;„„und wenn ſie vielleicht auch jünger ſind, als die Eurigen, ſo ſind die Rechte meiner Liebe darum nicht minder ſicher, und ich werde ſie be⸗ haupten.““

„„Ahl der Unkluge! er ſpricht von ſeinen Rech⸗ ten!““ rief der Graf, ſchon trunken von Eiferſucht und Wuth.„Ihr wagt es alſo, zu behaupten, dieſe Frau gehöre Euch?““

„„Ich ſage, daß ſie wenigſtens nicht Euch gehört,“ verſetzte Heinrich.„„Ich ſage, daß ich bei Madame mit ihrer Erlaubniß bin, und daß, wie mir ſcheint, nicht daſſelbe bei Euch der Fall iſt. Ich erwarte alſo ungeduldig, daß Ihr weggeht, mein Herr.“„

„„Wenn Ihr ſo ungeduldig ſeid, nun ſo laßt uns mit einander gehen, das iſt ganz einfach.““

„„Eine Ausforderung!““ rief Montmoriey, der nun vortrat.„„Ihr wagt es, mein Herr, einen Dau⸗ phin von Frankreich herauszufordern?““ ½

„„Es gibt hier keinen Dauphin von Fp kreich,““ erwiederte der Graf,„„es gibt nur eineß“ enſchen, der ſo anmaßend iſt, zu behaupten, er werde von der Frau geliebt, die ich liebe.“ „Ohne Zweifel machte er einen Schritt gegen Heinrich, denn Perrot horte Fran Diana rufen