Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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hier nicht die Frage, Ihr wißt es wohl, Diana; nicht meine Ehre blutet und ſchreit, ſondern meine Liebe. Hätte ich mich durch die Spöttereien dieſer drei Fante beleidigt gefunden, ſo würde ich ganz einfach meinen Degen gezogen haben. Doch mein Herz war zerriſſen, Diana, und ich eilte herbei. Meine Würde! mein Ruf! Das iſt es nicht, um was es ſich handelt, keines Wegs; es handelt ſich darum, daß ich Euch liebe, daß ich verrückt, daß ich eiferſüchtig bin, daß Ihr mir ge⸗ ſagt und bewieſen habt, Ihr liebet mich, und daß ich Jeden tödten werde, der es wagt, dieſe Liebe zu be⸗ rühren, die mein Gut iſt, und wäre es der Dauphin, wäre es der König ſelbſt, Madame! Ich werde mich nichts um den Namen meiner Rache bekümmern, das verſichere ich Euch. Doch ſo wahr Gott lebt, ich werde mich rächen.““

„„Und worüber denn, wenn es Euch beliebt? Und warum?““ fragte hinter Herrn von Montgommery eine gebieteriſche Stimme.

„Perrot ſchauerte, denn durch den ſchwach beleuch⸗ teten Gang ſah er den Herrn Dauphin, der nunmehr König iſt, und hinter dem Dauphin das höhniſche, harte Geſicht von Herrn von Montmorency erſcheinen.

„„Ah!““ rief Frau Diana, indem ſie in in einen Lehnſtuhl ſank und die Hände rang,„„das habe ich be⸗ fürchtet.“

„Herr von Montgommery ſtieß Anfangs nur einen gewaltigen Schrei aus, dann hoͤrte ihn Perrot mit ziemlich ruhiger Stimme ſagen:

„„Gnädigſter Herr Dauphin ein einziges Wort, habt die Gnade! ſagt mir, daß Ihr nicht hier⸗ her kommt, weil Ihr Frau Diana von Poitiers liebt und weil Frau Diana von Poitiers Euch liebt.““

„„Herr von Montgommery,““ erwiederte der Dau⸗ phin mit einem noch bewältigten Zorn,„„ein einziges Wort auf Befehl! ſagt mir, daß ich Euch nicht hier

Die heiden Dianen. 1. 1³