Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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Treppe gekauert geblieben war, ging nun vollends hinauf und verbarg ſich hinter einer hochſchäftigen Ta⸗ pete in einem Corridor, der gerade das Schlafzimmer von Frau Diana von Poitiers von dem Sprechzimmer trennte, wo Herr von Montgommery ſie erwartete. Im Hintergrunde dieſes weiten Ganges befanden ſich zwei vermauerte Thüren, von denen die eine einſt in das Sprechzimmer, die andere in das Schlafzimmer ge⸗ führt hatte. Perrot ſchlüpfte hinter die Thürvorhänge, welche man der Symmetrie wegen gelaſſen hatte, und er ſah zu ſeiner Freude, daß er, wenn er horchen würde, Alles hören konnte, was in dem einen oder in dem andern Zimmer vorging. Nicht als wäre mein braver Mann durch eine gemeine Neugierde angetrieben worden: die letzten Worte des Grafen, als er uns ver⸗ ließ, und ein geheimer Inſtinkt machten ihn darauf aufmerkſam, daß ſein Herr große Gefahr lief, und ge⸗ rade in dieſem Augenblick ſtellte man ihm vielleicht eine Falle, und er wollte in der Nähe bleiben, um ihm in der Noth beizuſtehen.

„Leider, wie Ihr ſehen werdet, gnädiger Herr, iſt keines von den Worten, die er hörte und mir ſpäter mittheilte, im Stand, das geringſte Licht über die dunkle und unſelige Frage zu verbreiten, die Euch heute beſchäftigt.

„Herr von Montgommery hatte nicht zwei Minu⸗ ten gewartet, als Frgu von Poitiers mit einer gewiſſen Haſt in das Sprechzimmer eintrat.

„„Was ſoll das bedeuten, Herr Graf,““ fragte ſie, „„und woher rührt dieſer nächtliche Ueberfall, nachdem ich Euch habe bitten laſſen, heute nicht zu kommen?““

„„Ich will Euch das mit zwei auftichtigen Wor⸗ ten ſagen, Madame. Doch ſchickt zuerſt Eure Frauen weg. Nun hört mich. Ich werde kurz ſein. Man hat mir ſo eben mitgetheilt, Ihr gebet mir einen Neben⸗ buhler, dieſer Nebenbuhler ſei der Dauphin, und er befinde ſich gerade heute Abend bei Euch.“.