Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Perrot folgte ſeinem Herrn von ferne, ſah ihn vor der Thüre von Frau Diana ſtille ſtehen, an⸗ klopfen und eintreten. Er näherte ſich ſodann. Herr von Montgommery ſprach mit Stolz und Sicherheit zu den Bedienten, welche ſich ſeinem Fortſchreiten wider⸗ ſetzen wollten und behaupteten, ihre Gebieterin wäre krank in ihrem Zimmer. Doch der Graf ging weiter und Perrot benützte die Unruhe, um hinter ihm durch die offen gebliebene Thüre zu ſchlüpfen... Er kannte genau die Gelegenheit des Hauſes, da er mehr als eine Botſchaft zu Frau Diana gebracht hatte. Unge⸗ hindert ſtieg er in der Dunkelheit hinter Herrn von Mont⸗ gommery hinauf, war es, weil man ihn nicht bemerkte, oder weil man kein Gewicht auf den Stallmeiſter legte, ſobald der Herr den Befehl gebrochen hatte.

„Oben auf der Treppe fand der Graf zwei Kammer⸗ frauen der Herzogin, welche ganz unruhig ausſahen und ihn fragten, was er zu einer ſolchen Stunde wolle. Es hatte in der That zehn Uhr auf allen Glockenthür⸗ men der Umgegend geſchlagen. Herr von Montgom⸗ merh antwortete mit Feſtigkeit, er wolle auf der Stelle Frau Diana ſehen, er habe ihr ohne Verzug wichtige Dinge mitzutheilen, und wenn ſie ihn nicht empfangen könne, ſo werde er warten.

Er ſprach ſehr laut und ſo, daß er in dem nahen Schlafzimmer der Herzogin gehört werden mußte.

„Eine von den Frauen trat in dieſes Zimmer ein,

tam bald zurück und ſagte:

„Frau von Poitiers liege zu Bette, aber ſie werde kommen, um mit ihm zu reden, und er möge ſie im Sprechzimmer erwarten.

„Der Dauphin war alſo nicht da, oder er be⸗ nahm ſich ſehr furchtſam für einen Sohn von Frank⸗ reich! Herr von Montgommery folgte ohne Schwierig⸗

keit den zwei Frauen, welche mit Kerzen in der Hand

vorangingen, in das Sprechzimmer. „Perrot, der im Schatten auf den Stufen der

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