Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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Euch, daß es eben ſo wenig gut iſt, ſich am jungen Lö⸗ wen, als am alten Löwen zu reiben.““

„„Seid unbeſorgt!““ erwiederte der Graf.—

„„Ihr grollt uns darum nicht im Mindeſten?““

„„Je nachdem,““ entgegnete er.

„Dann geleitete er ſie zurück, oder er trieb ſie vielmehr bis zur Thüre, und als er ſich wieder um⸗ wandte, ſagte er zu Perrot:

„„Meinen Mantel und meinen Degen.““

„Perrot brachte Beides.

„„Iſt es wahr, daß Ihr das wußtet, Ihr Leute?““ fragte der Graf ſeinen Degen umſchnallend.

„Ja, gnädiger Herr,““ antwortete Perrot mit niedergeſchlagenen Augen.

„„Und warum habt Ihr mich nicht davon in Kennt⸗ niß geſetzt?““

„„Gnädiger Herr!...““ ſtammelte mein Gatte.

„„Es iſt richtig; Ihr waret nicht Freunde, ſon⸗ dern nur gute Leute.““

„Dabei klopfte er freundſchaftlich auf die Schulter

ſeines Stallmeiſters. Er war ſehr bleich, ſprach jedoch

mit einer gewiſſen feierlichen Ruhe. Er ſagte zu Perrot: 7

„„Iſt es ſchon lange, daß dieſe Gerüchte im Um⸗ lauf ſind?““

„„Gnädiger Herr,““ erwiederte Perrot,„„es ſind fünf Monate, daß Ihr Frau Diana von Poitiers liebt, da Eure Heirath auf den Monat November feſtgeſtellt worden iſt. Und man verſichert, der Dauphin habe Diana einen Monat, nachdem ſie Euer Geſuch ent⸗ gegengenommen, geliebt; doch man ſpricht erſt ſeit zwei Monaten davon, und es ſind keine vierzehn Tage, daß ich es weiß. Die Gerüchte haben erſt ſeit der Ver⸗ tagung Eurer Heirath Haltbarkeit gewonnen, und man ſpricht nur insgeheim davon, aus Furcht vor ſeiner Hoheit dem Dauphin. Ich habe geſtern einen von den Leuten von Herrn de la Garde geſchlagen, weil er ſo

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