Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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wir ſprechen, ſo geſchieht es unter der Bedingung, daß Ihr die Offenbarung mit Philoſophie, das heißt lachend, hinnehmt, denn ich verſichere Euch, dies Alles iſt Eu⸗ ren Zorn nicht werth, und überdies wäre Euer Zorn hier zum Voraus entwaffnet.““

Ich warte, und wir werden ſehen,““ erwiederte der gnädige Herr mit kaltem Tone.

Lieber Graf,““ ſprach ſodann Herr von Bou⸗ tieres, der jüngſte und unbeſonnenſte der drei Edel⸗ leute,„Ihr kennt die Mythologie, nicht wahr, Ihr wißt ohne Zweifel die Geſchichte von Diana und Endy⸗ mion? Doch welches Alter glaubt Ihr, daß Endymion zur Zeit ſeiner Liebſchaft mit Diana Phöbe gehabt habe? Wenn Ihr Euch einbildet, er habe vierzig gezählt, ſo enttäuſcht Euch, mein Theurer, denn er zählte noch nicht einmal zwanzig Jahre, und ſein Bart war noch nicht gewachſen. Ich weiß das von meinem Hofmeiſter, der vollkommen damit vertraut war. Und deshalb iſt dieſen Abend Endymion nicht im Louvre, deshalb iſt Diana Luna untergegangen und unſichtbar, ohne Zwei⸗ fel wegen des Regens, und deshalb endlich ſeid Ihr zu Hauſe, Herr von Montgommery.. Woraus folgt, daß mein Hofmeiſter ein großer Mann iſt, und daß wir unſere drei Wetten gewonnen haben. Es lebe die Freude!““

„„Beweiſe?““ fragte kalt der Graf.

„„Beweiſe!““ verſetzte Herr von Langeais.„„Ihr könnt ſie ſelbſt holen. Wohnt Ihr nicht zwei Schritte von der Luna?““

„„Das iſt richtig. Ich danke!““ ſprach der Graf.

„Und er ſtand auf. Die drei Freunde mußten ebenfalls aufſtehen, ſie waren ziemlich abgekühlt und beinahe erſchrocken über das ſtrenge, düſtere Weſen von Herrn von Montgommery.

„„Ah! Graf,““ ſagte Herr von Sancerre,„„be⸗ geht keine Albernheit, keine Unklugheit, und erinnert