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unverſchämt war, in meiner Gegenwart darüber zu lachen, und der Baron de la Garde hat es nicht ge⸗ wagt, mir deshalb einen Verweis zu geben.““
„„Man wird nicht mehr darüber lachen,““ ſprach der gnädige Herr mit einem Tone, der mich ſchauern machte.
„Als er fertig war, fuhr er mit der Hand über ſeine Stirne und ſagte zu mir:
„„Aloyſe, hole mir Gabriel, ich will ihn um⸗ armen.““
„Gnädiger Herr Gabriel, Ihr ſchliefet Euren Che⸗ rubimſchlaf und Ihr finget an zu weinen, als ich Euch weckte und aufhob. Ich hüllte Euch in eine Decke und brachte Euch ſo zu Eurem Vater. Er nahm Euch in ſeine Arme, ſchaute Euch eine Zeit lang ſtillſchweigend an, als wollte er durch Euren Anblick Ruhe gewin⸗ nen, und drückte dann auf Eure ſchönen, halbgeſchloſſe⸗ nen Augen einen Kuß. Eine Thräne rollte zu gleicher Zeit auf Euer roſiges Antlitz, die erſte Thräne, die
dieſer ſtarke, muthige Mann in meiner Gegenwart
vergoſſen hatte. Er übergab Euch ſodann wieder mir und ſprach:
„„Ich empfehle Dir mein Kind, Aloyſe.“
„Ach! dies iſt das letzte Wort, das er an mich gerichtet hat. Es iſt in meinem Innern geblieben und ich höre es noch.“
Ich will Euch begleiten, gnädiger Herr,““ ſagte nun mein braver Perrot.
„„Nein, Perrot,““ antwortete Herr von Mont⸗ gommery,„ich muß allein ſein, bleibe.““
„„Aber gnädiger Herr.
„„Ich will es,“ ſagte er.
„Man durfte keine Einwendung machen, wenn er ſo ſprach, und Perrot ſchwieg.
„Der Graf nahm unſere Hände und ſagte:
„„Gott befohlen! meine guten Freunde; nein! nicht Gott befohlen, auf Wiederſehen!““
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