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die Spöttereien zu Ohren gekommen, die man ſich über Herrn von Montgommery erlaubte. Doch er wußte
nicht, ob er ſeinen Gebieter, den er vertrauensvoll und
glücklich ſah, davon in Kenntniß ſetzen, oder ob er ihm
das abſcheuliche Gewebe benhren ſollte, in das ihn
die ehrgeizige Frau verſtrickt hatte. Er theilt⸗ mir
ſeine Zweifet mit, denn ich gab ihm gewöhnlich gute
Rathſchläge, und er hatte meine Verſchwiegenheit und
Feſtigkeit erprobt. Aber hier war ich wie er in Ver⸗
legenheit, wozu man ſich entſchließen ſollte.
„Eines Abends befanden wir uns, Perrot und ich, gerade hier in dieſem Zimmer, gnädiger Herr, denn der Graf von Montgommery behandelte uns nicht als Diener, ſondern als Freunde, und er hatte ſogar in Paris die patriarchaliſche Gewyhnheit der Winterabende in der Normandie beibehalten, wo Herren und Knechte ſich an demſelben Heerd nach der gemeinſchaftlichen Ar⸗ beit des Tages wärmen. Der Graf ſaß nachdenkend und den Kopf in der Hand vor dem Feuer. Er ging gewöhnlich Abends zu Frau von Poitiers, doch ſeit einiger Zeit ließ ſie ihm oft ſagen, ſie wäre krank und könnte ihn nicht empfangen. Er dachte ohne Zweifel an dieſes; Perrot beſſerte die Riemen an einem Panzer aus, und ich ſpann.
„Es war am 7. Januar 1539, an einem kalten, regneriſchen Abend, und am Tag nach Epiphaniä. Er⸗ innert Euch an dieſes unheilſchwangere Datum, gnädiger Herr.“ Gabriel machte ein Zeichen, daß er kein Wort ver⸗ liere, und Aloyſe fuhr fort:
„Plötzlich meldete man Herrn von Langeais, Herrn von Boutieres und den Grafen von Sancerre, drei Evelleute des Hofes, Freunde unſeres Gebieters, doch noch mehr Freunde von Madame dEtampes. Alle drei waren in große, dunkle Mäntel gehüllt, und obgleich ſie lachend eintraten, kam es mir doch vor, als ob ſie


