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vor dem Grafen von Montgommery in der Gegenwart, ſich in dieſe neue Zukunft einzulaſſen.
Als aber eines Tags der König, ſtets galant und eifrig, ſelbſt gegen die Frauen, die er nicht liebte, und ſogar gegen die, welche er nicht mehr liebte, mit Diana von Poitiers in einer Fenſtervertiefung plauderte, er⸗ blickte er den Dauphin, der mit verſtohlenem, eifer⸗ ſüchtigem Auge dieſe Unterredung von Diana und ſei⸗ nem Vater belauerte.
„Franz,“ rief Heinrich mit lauter Stimme.
„Ah! mein Herr Sohn, was macht Ihr da?“ ſagte er zu ihm...„nähert Euch doch!“
Ganz bleich und beſchämt, beſchloß Heinrich, nach⸗ dem er eine Minute zwiſchen ſeiner Pflicht und ſeiner
Angſt geſchwankt hatte, ſtatt die Einladung ſeines Va⸗ ters zu erwiedern, die Flucht zu ergreifen, als ob er ihn gar nicht gehört hätte.
„Oh! was für ein ſcheuer, linkiſcher Burſche iſt das!“ ſagte der König;„könnt Ihr eine ſolche Schüch⸗ ternheit begreifen, Frau Diana? Ihr, die Göttin der Wälder, habt Ihr je einen ſcheueren Damhirſch ge⸗
ſehen? Ah! ein abſcheulicher Fehler!“
„Beliebt es Eurer Majeſtät, daß ich Monſeigneur den Dauphin beſſere?“ verſetzte Diana lächelnd. „Es dürfte ſchwerlich in der Welt einen artigeren und eine ſüßere Lehre geben,“ ſagte der önig. „So haltet ihn für gebeſſert, Sire, ich übernehme es,“ ſprach Diana. eh Sie hatte in der That bald den Flüchtling einge⸗ olt. Der Graf von Montgommery, der an dieſem Tag Dienſt hatte, war nicht im Louvre. „Ich verurſache Euch alſo einen gewaltigen Schre⸗ cken, Hoheit?„ So begann Diana das Geſpräch und die Bekeh⸗ rung. Wie ſie dieſe beſchloß, wie ſie keinen von den
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