Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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nach Rache gebe Diana von Poitiers ihrem zukünftigen Gemahl Handgelder.

Und dennoch vergingen drei Monate, und der Graf von Montgommery war verliebter als je, doch Diana verſchob von Tag zu Tag die Vollziehung ihres Ver⸗ ſprechens.

Dies kam davon her, daß ſie kurze Zeit, nachdem ſie es eingegangen, bemerkt hatte, mit welchen Blicken ſie verſtohlen der junge Dauphin anſchaute. Hiedurch wurde ein neuer Ehrgeiz in dem Herzen der gebieteri⸗ ſchen Diana erweckt. Der Titel der Gräfin von Mont⸗ gommery konnte nur eine Niederlage bedecken. Der Titel einer Geliebten des Dauphin war beinahe ein Sieg. Wie! Madame d'Etampes, welche ſtets auf eine verächtliche Weiſe von dem Alter von Diana ſprach, war nur vom Vater geliebt, und ſie, Diana, wurde vom Sohn geliebt, ihr die Jugend, ihr die Hoffnung, ihr die Zukunft. Madame d'Etampes war ihr nachgefolgt, doch ſie war die Nachfolgerin von Madame d'Etampes. Sie würde wartend, geduldig, ruhig, wie eine leben⸗ dige Drohung vor ihr ſtehen.. Denn Heinrich würde eines Tags König ſein, und Diana immer noch ſchön, und abermals Königin. Das war in der That ein wahrer Sieg.

Der Charakter von Heinrich machte ihn noch ge⸗ wiſſer. Er war damals erſt neunzehn Jahre alt; doch er hatte an mehr als einem Krieg Theil genommen; ſeit vier Jahren war er mit Catharina von Medieis verheirathet, und dennoch war er ein wildes, ſcheu es Kind geblieben. So kühn und vollendet er ſich in der Reitkunſt, im Fechten, bei den Ritterſpielen und bei allen Uebungen zeigte, welche Geſchmeidigkeit und Ge⸗ wandtheit erfordern, ebenſo linkiſch und verlegen war er bei den Feſten des Loupre und in Gegenwart der Frauen. Schwerfälligen Geiſtes und Urtheils gab er ſich

dem hin, welcher ihn nehmen wollte. Anne von Mont⸗

morench, der kalt mit dem König ſtand, hatte ſich dem

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