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„Madame,“ antwortete Jacques,„verzeiht meine Offenherzigkeit; ich habe nicht die Dinge durch Worte ſchminken gelernt. Liebt Euch der König nicht, Ma⸗ dame?“ 6 iſt wahr,“ verſetzte Diana ſeufzend,„er liebt mich.“ „Ihr ſeht alſo, daß es mir verboten iſt, wenn nicht Euch zu lieben, doch wenigſtens Euch dieſe un⸗ würdige Liebe zu erklären.“ „Eurer unwürdig, das iſt richtig,“ ſprach die Her⸗ zogin. „Oh! nein, nicht meiner!“ rief der Graf,„und könnte es eines Tages geſchehen.. Doch Diana unterbrach ihn mit einer ernſten Trau⸗ rigkeit und mit einer gut geſpielten Würde und ſagte: „Genug, Herr von Montgommery, ich bitte Euch, laßt uns dieſes Geſpräch abbrechen.“ Sie grüßte ihn kalt, entfernte ſich und ließ den armen Grafen von tauſend entgegengeſetzten Gefühlen, von Eiferſucht, Liebe, Haß, Schmerz und Freude hin⸗
und hergeworfen. Diana kannte alſo die Anbetung,
die er für ſie hegte, doch er, er hatte ſie vielleicht ver⸗ wundet? Er hatte ihr ungerecht, undankbar, grauſam ſcheinen müſſen! Er wiederholte ſich alle die erhabenen Albernheiten der Liebe.
Am andern Tag ſagte Diana von Poitiers zu Franz.:
„Wißt Ihr auch, Sire, daß Herr von Montgom⸗ mery in mich verliebt iſt?“
„Ei! ei!“ perſetzte Franz lachend,„die Montgom⸗ mery ſind von altem Geſchlecht und beinahe eben ſo edel als ich; mehr noch, beinahe eben ſo brav, und wie ich ſehe, beinahe eben ſo galant,“
„Iſt das Alles, was Eure Majeſtät mir zu erwie⸗ dern findet?“ ſagte Diana.
Was ſoll ich Euch antworten, mein Herz?“ ver⸗ ſetzte der König.„Muß ich durchaus dem Grafen von
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