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Gabtiel,„würde Gott für mich ein Wunder thun? Die Todten ſprechen nicht, Aloyſe.“
„Die Todten, nein; die Lebenden, ja.“
„Großer Gott! was willſt Du damit ſagen?“ rief Gabriel erbleichend.
„Daß Ihr nicht, wie Ihr in Eurem Delirium wiederholtet, der Graf von Montgommery, ſondern nur der Vicomte von Montgommery ſeid, weil Euer Vater, der Graf von Montgommery, noch leben muß.“
„Himmel und Erde! Du weißt, daß er, daß mein Vater noch lebt?“
„Ich weiß es nicht, gnädiger Herr, doch ich ver⸗ muthe und hoffe es, denn es war eine ſtarfe, mu⸗ thige Natur, wie die Eurige, die ſich mächtig gegen das Leiden und das Unglück anſtemmte. Wenn er noch lebt, wird er nicht, wie Frau Diana, den Aufſchluß über das Geheimniß verweigern, von dem Euer Glück abhängt!“
„„Doch wo ihn finden? von wem ihn verlangen? Aloyſe, im Namen des Himmels, ſprich!“
„Das iſt eine ſchreckliche Geſchichte, gnädiger Herr, und ich hatte, auf den Befehl Eures Vaters, meinem Mann geſchworen, ſie Euch nie zu enthüllen; denn ſobald Ihr ſie wißt, werdet Ihr Euch in furchthare Gefahren ſürzen, gnädiger Herr, Ihr werdet Feinden, welche hundertmal ſtärker ſind, als Ihr, den Krieg erklären. Doch die verzweifeltſte Gefahr iſt immer noch beſſer, als ein gewiſſer Tod. Ihr waret entſchloſſen, zu ſterben, und ich weiß, daß Ihr in Eurem Entſchluß nicht ge⸗ wankt hättet. Ich will Euch lieber den Wechſelfällen des verwegenen Kampfes preisgeben, den Euer Vater für Euch fürchtete. Euer Tod iſt ſo minder ſicher und wird immerhin etwas verzögert werden. Ich will Euch alſo Alles ſagen, gnädiger Herr, und Gott wird mir
vielleicht meinen Eidbruch vergeben.“
„Ja, gewiß, meine gute Aloyſe.. Mein Vater! mein Vater lebt!„ ſprich geſchwinde!“
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