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nein, nehmt Euch in Acht! Ich bin der Graf von Mont⸗ gommery.“
„Der Graf von Montgommery!“ ſprach Noſtra⸗ damus von einer Erinnerung berührt.
„Stille!“ ſagte Aloyſe, indem ſie einen Finger anf ihre Lippen legte.
Doch Noſtradamus ging weg, ohne daß Gabriel ein Wort beigefügt hatte, und da am andern Tag und an den folgenden Tagen der Arzt nicht mehr von den dem Kranken entſchlüpften Worten ſprach, ſo befürchtete Aloyſe, darauf zurückkehrend, ſeine Aufmerkſamkeit auf das zu lenken, was Gabriel zu verbergen ein Intereſſe haben konnte. Dieſer Vorfall ſchien daher für Beide vergeſſen.
Bei Gabriel ging es immer beſſer; er erkannte Aloyhſe und Martin⸗Guerre; er verlangte nach dem, was er brauchte, er ſprach mit einer traurigen Weich⸗ heit, welche glauben ließ, er habe ſeine Vernunft end⸗ lich wieder erlangt.
Eines Morgens, an dem Tag, wo er zum erſten Male aufſtand, ſprach er zu Aloyſe:
„Amme, der Krieg?“
„Welcher Krieg?“
„Der Krieg gegen Spanien und England?“
„Oh! gnädiger Herr, man 5 nur klägliche Er⸗ zählungen davon. Durch zwölftauſend Mann Engländer verſtärkt, ſind die Spanier, wie man ſagt, in der Pi⸗ Lardie eingefallen. Man ſchlägt ſich auf der ganzen Grenze.“
„Deſto beſſer,“ verſetzte Gabriel.
Aloyſe ſchrieb dieſe Antwort einem Reſt vom Delirium zu. Am andern Tag aber ſprach Gabriel mit vollkom⸗ mener Geiſtesgegenwart:
„Ich habe Dich geſtern nicht gefragt, ob Herr von Guiſe aus Italien zurückgekommen iſt?“
„Er iſt unter Weges, gnädiger Herr,“ antwortet⸗ Aloyſe erſtaunt.


