Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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Dich mit innigem Verlangen, mit heißer Leidenſchaft, ich liebe Dich wahnſinnig. Ich liebe Dich, und Dein Herz an dem meinigen ſchlagen fühlen, ſiehſt Du, das iſt der Himmel.„oder es iſt die Hölle!“ rief plötz⸗ lich Gabriel, indem er ſich von der Umarmung von Diana losmachte.„Gehe, gehe, laß mich fliehen, ich bin verflucht!“

Und er floh ganz verwirrt aus dem Zimmer, und ließ Diana ſtumm vor Schrecken und verſteinert vor Verzweiflüng zurück.

Gabriel wußte nicht, wohin er ging, noch was er that, er ſtieg maſchinenmäßig, ſchwankend, trunken die Treppe hinab. Dieſe drei Prüfungen waren zu viel für ſeine Vernunft. Als er in die große Gallerie des Louvre kam, ſchloßen ſich ſeine Augen unwillkührlich, ſeine Beine bogen ſich, und er ſank an der Wand in die Kniee und murmelte:

„Ich ſah vorher, daß mich der Engel noch mehr leiden machen würde, als die zwei Teufel!“

Hierauf ward er ohnmächtig. Es war Nacht ge⸗ worden, und Niemand ging durch die Gallerie.

Erſt als er eine kleine Hand ſ ſeine Stirne ei

ſtreifen und eine ſanfte Stimme zu einer Seele ſpre⸗ chen hörte, kam er wieder zu ſich. Er öffnete die Augen. Die Dauphine⸗Königin, Maria Stuart war, eine brennende Kerze in der Hand, vor ihm.

„Zum Glück ein anderer Engel,⸗ ſagte Gabriel.

„Ihr ſeid es, Herr d Ermés?“ ſprach Maria. „Oh! Ihr habt mir Angſt gemacht, ich glaubte, Ihr wäret todt. Was habt Ihr? wie bleich ſeid Ihr! Fühlt Ihr Euch beſſer? ich werde rufen, wenn Ihr wollt.“

„Unnökhig, Madame,“ ſagte Gabriel, indem er

aufzuſtehen ſuchte.„Eure Stimme hat mich zum

ben zurückgerufen.“ „Wartet, ich helfe Euch,“ verſetzte Maria Stuart. „Armer junger Mann! ſeid Ihr entſtellt! Ihr waret

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