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bei Euch, der Ihr gewöhnlich ſo feſt ſeid, dieſe chimä⸗ riſchen Befürchtungen? Oh! ich habe nicht bange an Eurer Seite, ich weiß, daß ich bei Euch eben ſo ſehr in Sicherheit bin, als bei meinem Vater. Hört, um Euch zu Euch ſelbſt, zum Leben, zum Glück zurückzu⸗ rufen, ſchließe ich mich ohne Bangen an Eure Bruſt an, o mein geliebter Gatte! ich lege ohne Bedenken meine Stirne auf Eure Lippen.“
Sie näherte ſich ihm lächelnd und reizend, hob ihr leuchtendes Antlitz zu ihm empor, und erflehte mit ihrem engeliſchen Blick ſeine keuſche Liebkoſung.
Doch Gabriel ſtieß ſie voll Schrecken zurück und
„Nein, gehe! laß mich, fliehe!“ „O mein Gott!“ ſagte Diana, indem ſie ihre Arme an der Seite herabfallen ließ,„mein Gott! er ſtößt mich zurück, er liebt mich nicht.“ „Ich liebe Euch zu fehr!“ „Wenn Ihr mich liebtet, würden Euch meine Lieb⸗ koſungen Abſcheu machen?“ „Machen ſie mir wirklich Abſcheu?“ ſagte Gab⸗ riel, von einem zweiten Schrecken erfaßt.„Iſt es mein Inſtinkt, der ſie zurückſtößt, und nicht meine Vernunft? Oh! komm! Diana, damit ich ſehe, damit ich fühle, damit ich erfahre. Komm und laß mich in der That meinen Mund auf Deine Stirne drücken, ein Bruder⸗ ß, den ein Bräutigam ſich wohl erlauben kann.“ Er zog Diana an ſein Herz und drückte einen lan⸗ gen Kuß auf ihre Haare. „Ahl ich täuſchte mich,“ ſagte er, entzückt bei die⸗ ſer zarten Berührung;„es iſt nicht die Stimme des Blutes, was in mir ſchreit, es iſt die Stimme der Liebe. Ich erkenne ſie. Welch ein Glück!“ zas ſagſt Du denn, Freund?“ verſetzte Dianaz „Du liebeſt mich. Das iſt Alles, was ich hoͤ⸗ ren und wiſſen will.“ „O ja, ich liebe Dich, angebeteter Engel, ich liebe
rief:


