Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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mit dem meinigen verbunden hat, als das meinige noch dunkel war? der in mir die Fran und nicht die Köni⸗ gin geliebt hat? Wird die Gebieterin des Königreiches nicht würdig denjenigen belohnen wollen, welcher Ca⸗ tharina ergeben iſt? Dieſer Mann, wird er nicht ihr zweiter, ihr rechter Arm, der wahre König unter einem— Phantom von einem König ſein? Wird er nicht in ſeiner Hand alle Würden und alle Kräfte Frankreichs halten? Ein ſchöner Traum, nicht wahr, Gabriel? Nun! Gabriel, wollt Ihr dieſer Mann ſein?“

Sie reichte ihm muthig die Hand.

Gabriel ſetzte ein Knie auf die Erde und küßte dieſe ſo weiße und ſo reizende Hand. Doch ſein Cha⸗ rakter war zu redlich und zu gerade, um ſich zu den Liſten und Lügen einer geheuchelten Liebe zu leihen. Zwiſchen einen Betrug und eine Gefahr geſtellt, war er zu offenherzig und zu entſchloſſen, um zu zögern, und ſein männliches Geſicht erhebend, ſprach er:

„Madame, der demüthige Edelmann, der zu Eu⸗ ren Füßen liegt, bittet Euch, ihn als den ehrfurchts⸗ vollſten Eurer Diener, und als den ergebenſten Eurer Unterthanen zu betrachten. Aber...“

„Aber,“ unterbrach ihn Catharina mit einem Lä⸗ cheln,„es ſind nicht die Ausdrücke der Verehrung, was man von Euch fordert, mein edler Cavalier.“

„Und dennoch, Madame,“ fuhr Gabriel fort,„kann ich mich, indem ich mit Euch ſpreche, keiner ſüßeren, zärtlicheren Worte bedienen, denn verzeiht! diejenige, welche ich liebte, ehe ich Euch nur kannte, iſt wirklich Frau Diana von Caſtro, und keine Liebe, wäre es auch die Liebe einer Königin, vermöchte Platz in dieſem Herzen zu finden, das ganz von einem andern Bilde erfullt iſt.“

„Ah!“ war das Einzige, was Catharina, die Stirne bleich und die Lippen an einander gepreßt, von ſich zu geben vermochte.

Mit geſenktem Haupte, jedoch ohne zu zittern, er⸗