Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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König, an Heinrich II. hahe ich Rache zu nehmen für den Tod meines Vaters, nicht wahr, Aloyſe?“

„Wer weiß das außer Gott?“ antwortete die Amme.

„Ueberall Verwirrung und Finſterniß! Zweifel und Schrecken!“ ſprach Gabriel.„Oh! ich werde ein Narr werden, Amme! Doch nein,“ ſagte der thatkräftige junge Mann,„ich will kein Narr werden, ich will es nicht! ich werde zuerſt alle Mittel erſchöpfen, um die Wahrheit zu ergründen. Ich werde zu Frau von Va⸗ lentinvis gehen und ſie um ihr Geheimniß fragen. Sie iſt katholiſch, gottesfürchtig, ich werde von ihr einen Eid erhalten, der mir ihre Aufrichtigkeit bezeugt. Ich werde zu Catharina von Medicis gehen, die vielleicht etwas erfahren hat. Ich werde zu Diana gehen und, die Hand auf meinem Herzen, die Schläge meines Herzens befragen. Wohin werde ich nicht gehen? Ich würde zum Grabe meines Vaters gehen, wenn ich es wüßte, wenn ich es finden könnte, Aloyſe, und ich würde ihn mit einer ſo mächtigen Stimme beſchwören, daß er ſich unter den Todten erheben müßte, um mir zu antworten.“

„Armes, theures Kind!“ murmelte Aloyſe,„ſo kühn und ſo muthig, ſelbſt nach dieſem furchtbaren Schlag! ſo ſtark gegen ein ſo grauſames Geſchick!“

„Und ich werde keine Minute verlieren, um zum Werk zu ſchreiten,“ ſprach Gabriel, indem er, von einem gewiſſen Thätigkeitsſieber bewegt, aufſtand.

„Es iſt vier Uhr: in einer halben Stunde bin ich bei der Frau Großſeneſchallin; eine halbe Stunde her⸗ nach bei der Königin; um ſechs Uhr da, wo mich Diana erwartet, und wenn ich dieſen Abend zurück⸗ komme, Aloyſe, habe ich vielleicht eine Ecke von dieſem dunkeln Schleier meines Schickſals aufgehoben. Dieſen Abend ſehen wir uns wieder.“

„Und ich, gnädiger Herr, kann ich nichts thun,

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