Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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um Euch bei Eurer furchtbaren Aufgabe zu unterſtützen?“ fragte Aloyſe. „Du kannſt zu Gott beten, Aloyſe, bete zu Gott.“ „Für Euch und für Diana, ja, gnädiger Herr.“ „Bete auch für den König, Aloyſe,“ ſprach Gabriel mit finſterer Miene. Und er ging mit haſtigen Schritten hinaus.

XIV. Diana vun Poitiers.

Der Connetable von Montmorench war noch bei Diana von Poitiers und ſprach zu ihr mit hochmüthi⸗ gem Tone, ebenſo rauh und gebieteriſch, als ſie ſich ſanft und weich gegen ihn zeigte.

„Ei! Gottes Tod! es iſt am Ende Eure Tochter,“ ſagte er,„und Ihr habt bei ihr dieſelben Rechte und dieſelbe Gewalt wie der König, fordert dieſe Heirath.“ „Mein Freund,“ erwiederte Diana,„bedenkt, da ich bis jetzt, was die Zärtlichkeit betrifft, ſehr wenig— Mutter geweſen bin, ſo kann ich nicht hoffen, genug Mutter hinſichtlich der Gewalt zu ſein; ich kann nicht ſchlagen, ohne geliebkoſt zu haben. Wir, Frau von Angouléme und ich, ſind, wie Ihr wißt, ſehr kalt gegen einander, und trotz ihres anfänglichen Entgegenkom⸗ mens haben wir uns beſtändig nur in ſeltenen Zwiſchen⸗ räumen geſehen. Sie hat überdies einen großen per⸗ ſönlichen Einfluß auf den Geiſt des Königs zu gewin⸗ nen vermocht, und ich weiß in der That nicht, wer von uns Beiden zu dieſer Stunde die Mächtigere iſt.

Die beiden Dianen. 1.. 9