Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Seid überzeugt, gnädiger Herr, daß ich mein Möglichſtes thun werde, um Euch zufrieden zu ſtellen, doch ich kann nicht für mich ſtehen, das ſage ich Euch zum Voraus.“

„Ah! bei Gott! Martin, das iſt zu ſtark, und

warum dies?“

„Werdet nicht ungeduldig über meine Abweſenhei⸗ ten, gnädiger Herr; ich glaube hier zu ſein und bin dort, ich glaube Dieſes zu thun, und thue Jenes. Neu⸗ lich als ich zur Buße dreißig Pater und dreißig Ave zu beten hatte, faßte ich den Entſchluß, die Doſe zu verdreifachen, um mich durch einen übermenſchlichen Ueberdruß zu ermatten, und ich bleibe, oder glaube vielmehr in der Kirche Saint⸗Gervais zu bleiben und durch meine Finger zwei Stunden und darüber die Körner meines Roſenkranzes zu drehen. Ah, ja wohl! als ich hierher zurückkam, erfuhr ich, daß Ihr mich mit einem Billet weggeſchickt, und zum Beweiſe diente, daß ich Euch die Antwort zurückgebracht hatte, und Dame Jaeinthe, lei⸗

der auch eine ſchöne Frau, zankt mich am andern Mor⸗ gen, daß ich am Tag zuvor ſehr keck gegen ſie geweſen ſei. Dies hat ſich vreimal wiederholt, gnädiger Herr, und Ihr verlangt, daß ich meiner ſicher ſein ſoll, nach ſolchen Streichen meiner Einbildungskraft? Nein, nein, hiezu bin ich nicht genug Herr im Hauſe, und obgleich das Weihwaſſer mir die Finger nicht verbrennt, ſteckt doch zuweilen in meiner Haut ein anderer Kamerad als Meiſter Martin.“

„Nun, ich will es wagen,“ ſagte Gabriel ungedul⸗ dig,„und da Du im Ganzen bisher, magſt Du in der

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Kirche oder in der Rue Froid⸗Manteau ſein, Dich geſchickt

und getreu des Auftrags, den ich Dir gebe, entledigt haſt, ſo wirſt Du ihn auch heute erfüllen, und wiſſe, ſollteſt Du etwa deſſen bedürfen, um Deinen Eifer an⸗

zuſtacheln, daß Du mir in dieſem Billet mein Glück

oder meine Verzweiflung zurückbringſt.“

„Oh! gnädiger Herr, mein Eifer bevarf keines

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