Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Ich trinke aber nur Waſſer, gnädiger Herr, nichts als Waſſer! wenn nicht etwa das Waſſer der Seine in den Kopf ſteigt.“

„Doch an jenem Abend, Martin, wo man Dich berauſcht unter die Pforte dieſes Hauſes legte?“

„Gnädiger Herr, an jenem Abend legte ich mich nieder, empfahl meine Seele dem Herrn und entſchlum⸗ merte; ich ſtand ebenſo tugendhaft auf, und durch Euch, durch Euch allein habe ich das Leben, das ich geführt, erfahren. Daſſelbe war in der Nacht der Fall, in der ich den herrlichen Gendarme verwundete, und ſo ging es auch in der letzten Nacht, wo das abſcheuliche Atten⸗ tat ſtattgefunden hat. Und ich laſſe mich doch von Je⸗ rome in meinem Zimmer einriegeln und einſperren, ich ſchließe meine Läden mit einer dreifachen Kette, baſta! nichts hilft; ich ſtehe auf, wie ich glauben muß, und mein beflecktes Schlafwandlerleben beginnt. Am andern Tage beim Erwachen frage ich mich:„„Süßer Jeſus! was werde ich während meiner Abweſenheit in dieſer Nacht gethan haben?““ Ich gehe hinab, um es von Cuch, gnädiger Herr, oder aus den Meldungen des Viertelsmeiſters zu erfahren, und ſogleich ſuche ich mein Gewiſſen von dieſen neuen Miſſethaten im Beichtſtuhl zu entlaſten, wo man mir eine durch ewige Rückfälle unmöglich gewordene Abſolution verweigert. Mein ein⸗ ziger Troſt beſteht darin, daß ich faſte und mich einen Theil des Tages durch gewaltige Geißelhiebe kaſteie. Aber ich ſehe vorher, ich werde am Ende in der Unbuffertigkeit ſterben.“

„Glaube vielmehr, Martin,“ ſprach der Vicomte, „daß dieſe Hitze ſich dämpfen, und daß Du wieder ter vernünftige, geordnete Martin von einſt werden wirſt. Mittlerweile gehorche Deinem Herrn und erfülle pünkt⸗ lich den Auftrag, den ich Dir anvertraue. Wie ſoll ich Dir eine Wache zur Begleitung geben? Du weißt wohl, daß Alles dies geheim bleiben muß, und daß Du allein eingeweiht biſt.“