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Der Connetable zögerte einen Augenblick, dann be⸗ ſchloß er, ſich ſelbſt der Wahrheit der Angaben von Arnauld zu verſichern, und trat feſten Schrittes auf Frau von Angouléme zu.
„Ihr begebt Euch in das Cabinet des Königs, Madame?“ ſagte er.
„In der That, Herr Connetable.“
„Ich befürchte, Ihr findet Seine Majeſtät nicht ſehr geneigt, Euch zu hören, Madame,“ ſprach Mont⸗ morency, natürlich beunruhigt durch dieſen Schritt, „und die ernſten Nachrichten, welche eingelaufen ſind..“
„Machen gerade den Augenblick äußerſt günſtig für mich, mein Herr.“
„Und gegen mich, nicht wahr, Madame? Denn Ihr haßt mich furchtbar.“
„Ach! Herr Connetable, ich haſſe Niemand.“
„Hegt Ihr wirklich nur Liebe?“ fragte Anne von Montmorency mit einem ſo ausdrucksvollen Ton, daß Diana erröthete und die Augen niederſchlug.„Und die⸗ ſer Liebe wegen widerſteht Ihr ohne Zweifel dem Ver⸗ langen des Königs und den Wünſchen meines Sohnes?“ fügte der Connetable bei.
Diana ſchwieg verlegen.
„Arnauld hat wahr geſprochen,“ dachte der Conne⸗ table,„ſie liebt den ſchönen Boten der Siege von Herrn von Guiſe.“
„Herr Connetable,“ ſagte endlich Diana,„meine Pflicht iſt es, Seiner Majeſtät zu gehorchen, doch es iſt zugleich auch mein Recht, meinen Vater anzu⸗ flehen.“
„Ihr beharrt alſo darauf, daß Ihr den König auf⸗ ſuchen wollt?“
„Ich beharre darauf.“
„Nun wohl! ich begebe mich zu Frau von Valen⸗ tinois, Madame.“ S
„Wie es Euch beliebt, mein Herr.“ 3
Sie grüßten ſich und verließen die Gallerie jedes


