Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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nicht glücklich.„Marie von England ſchweigt,““ ſagtet Ihr, und wir haben ihre Trompeten erſchallen hören. „„Philipp 1I. hat Furcht, und die Niederlande ſindruhig,““ fügtet Ihr bei. Der König von Spanien hat aber nicht mehr Furcht als wir und Flandern rührt ſich ge⸗ hörig, wie mir ſcheint. Ich ſehe, daß vffenbar die klugen Verwalter den kühnen Genexalen den Vortritt überlaſſen müſſen.“ 3

„Sire,“ erwiederte Anne von Montmorency,„ich bin Connetable von Frankreich, und der Krieg kennt mich noch beſſer als der Frieden.“

„Das iſt richtig, mein Vetter,“ verſetzte der König, „ich ſehe auch mit Vergnügen, daß Ihr Euch an Bi⸗ coque und Marignan erinnert, und daß die kriegeriſchen Ideen wieder zu Euch zurückkehren. Zieht alſo Euer Schwert aus der Scheide, ich freue mich darüber. Ich wollte nichts Anderes mehr ſagen, als daß wir nur varan denken dürfen, den Krieg zu machen, und ihn gut und glorreich zu machen. Herr Cardinal von Lothringen ſchreibt an Euren Bruder, Herrn von Guiſe, daß er auf der Stelle zurückkomme. Die inneren und Familienangelegenheiten muß man nothwendig vertagen, und was die Heirath von Frau von Angouléme be⸗ trifft, Herr von Montmorench, ſo werden wir wohl daran thun, glaube ich, vie Dispenſe des Pabſtes ab⸗ zuwarten.“

Der Connetable machte eine Grimaſſe, der Cardi⸗ nal lächelte, Gabriel athmete.

„Auf, meine Herren,“ fügte der König bei, der ſeine ganze Trägheit abgeſchüttelt zu haben ſchien,„auf, wir müſſen uns ſammeln, um alles Ernſtes ſo wichtige Dinge zu überlegen. Die Sitzung iſt für dieſen Mor⸗ gen aufgehoben, doch heute Abend findet eine zweite

ſtatt. Dieſen Abend alſo, und Gott beſchütze Frankreich!“

„Es lebe der König!“ riefen einſtimmig die Mit⸗ glieder des Rathes. Und man trennte ſich.

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