Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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liſchen Trompeten erſchallen und nun erſt brach der König das Stillſchweigen.

„Mein Vetter von Monimorency,“ ſagte er zum Connetable,„mir ſcheint, Ihr habt Euch ein wenig zu ſehr beeilt, uns den Frieden und die gute Geſinnung der Königin Marie zu verſprechen. Dieſer angeblich den engliſchen Proteſtanten verliehene Schutz iſt ein frommer Vorwand, der die Liebe unſerer Schweſter von England für ihren jungen Gemahl, Philipp II., verbirgt. Der Krieg mit den beiden Gatten, es ſei! ein König von Frankreich fürchtet ihn nicht mit Europa, und wenn uns die Grenze der Niederlande ein wenig Zeit läßt, uns zu beſinnen... Nun! was gibt es denn? Was iſt denn wieder, Florimond?“

„Sire,“ ſprach der Huiſſier eintretend,„ein außer⸗ ordentlicher Eilbote vom Herrn Gouverneur der Piear⸗ die mit dringenden Depechen.“

„Ich bitte, ſeht ein wenig nach, was es iſt, Herr Cardinal von Lothringen,“ ſagte der König mit freund⸗ lichem Tone.

Der Cardinal kehrte mit den Depechen zurück, die er Heinrich übergab.

„Ah! ah! meine Herren,“ ſprach der König, nach⸗ dem er einen Blick darauf geworfen hatte.„Das find ganz andere Nachrichten. Die Heere von Philipp II. verſammeln ſich in Givet, und Herr Gaſpard von Co⸗ ligny meldet uns, der Herzog von Savoyen ſtehe an ihrer Spitze. Ein würdiger Feind! Euer Neffe, Herr Connetable, meint, die ſpaniſchen Truppen werden Me⸗ ziöres und Roeroy angreifen, in der Abſicht, Marien⸗ burg zu vereinzeln. Er verlangt in aller Eile Hülfe, um dieſe Plätze zu beſchützen und gegen die erſten An⸗ griffe Stand zu halten.“

Die ganze Verſammlung gerieth in Bewegung und erhob ſich halb.

„Herr von Montmorench,“ ſprach der König ruhig und lächelnd,„Ihr ſeid heute in Curen Weiſſagungen