Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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ſchauten ſich erſtaunt an. Der Huiſſier trat beinahe in demſelben Augenblick ein und ſprach, nachdem er ſich tief verbeugt:

„Sir Edward Flaming, Herold von England, bittet um die Ehre, vor Seine Majeſtät gelaſſen zu werden.“

„Laßt den Herold von Englanv eintreten,“ erwie⸗ derte der König erſtaunt, aber ruhig.

Heinrich machte ein Zeichen; der Dauphin und die Prinzen ſtellten ſich um ihn, und um die Prinzen die übrigen Mitglieder des Rathes. Der Herold, den nur zwei Wappenträger begleiteten, wurde eingeführt. Er verbeugte ſich vor dem König, der von dem Stuhle, auf dem er ſitzen blieb, nur leicht den Kopf ſenkte.

Der Herold, ſprach ſodann:

„Marie, Königin von England und von Frank⸗ reich, dem König Heinrich von Frankreich. Dafür, daß

er Verbindung und Freundſchaft mit den engliſchen

Proteſtanten, den Feinden unferer Religion und unſeres Staates, unterhalten, und daß er ihnen Schutz und Beiſtand gegen die gerechten, an ihnen ausgeübten, Verfolgungen angeboten und verſprochen hat, erklären Wir, Marie von England, Heinrich von Frankreich den Krieg zu Waſſer und zu Land. Und zum Zeichen dieſer Ausforderung werfe ich, Eoward Flaming, He⸗ rold von England, meinen Schlachthandſchuh hier auf die Erde.“

Auf eine Geberde des Königs hob der Vicomte dErmes den Handſchuh von Sir Flaming auf. Hein⸗ rich ſprach ſodann einfach und kalt zu dem Herold:

„Ich danke!“

Hierauf machte er das prachtvolle Halsband los, das er trug, ließ es ihm durch Gabriel übergeben und fügte mit einem neuen Zeichen des Kopfes bei:

„Ihr könnt Euch nun entfernen.“ Der Herold verbeugte ſich tief und ging hinaus.

Einen Augenblick nachher hörte man abermals die eng⸗

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