Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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um feſt auf meinem Pfade zu wandeln, ohne daß ich die Zweifel meiner Freunde und das Gekreiſch meiner Feinde zu befürchten habe.“

Dieſe kühne Forderung wurde trotz der Gegen⸗ wart des Königs mit Bewegungen der Billigung oder der Mißbilligung, je nachdem die Räthe zu der einen oder der andern Partei gehörten, aufgenommen.

Gabriel erbleichte und bebte. Doch er faßte wie⸗ der etwas Muth, als er den Cardinal von Lothringen raſch erwiedern hörte:

„Die Bulle des heiligen Vaters, welche die Ehe von Franz von Montmorench und von Jeanne von Fienne aufhebt, iſt noch nicht angekommen, ſoviel ich weiß, und kann gar nicht ankommen.“

„Man kann ſie entbehren,“ ſprach der Connetable; „ein Edict vermag die heimlichen Ehen nichtig zu er⸗ klären.“

„Doch ein Edict hat keine Rückwirkung,“ antwor⸗ tete der Cardinal.

„Man würde ihr eine geben, nicht wahr, Sire? Sprecht es laut aus, ich beſchwöre Euch, um Denjenigen, welche mich angreifen, und mir ſelbſt, Sire, ein ſiche⸗ res Zeugniß der Billigung zu geben, die Ihr meinen Abſichten gewähren wollt. Sagt, daß Euer könig⸗ liches Wohlwollen dieſem gerechten Edict ſogar eine Rückwirkung verleihen würde.“

„Ohne Zweifel könnte man ſie ihm verleihen,“ er⸗ wiederte der König, deſſen gleichgültige Schwäche dieſer feſten Sprache nachzugeben ſchien.

Um nicht zu fallen, war Gabriel genöthigt, ſich auf ſein Schwert zu ſtützen.

Der Blick des Connetable funkelte vor Freude. Die Partei des Friedens ſchien durch ſeine Unverſchämt⸗ heit entſchieden zu triumphiren.

Doch in dieſem Augenblick erſcholl ein Lärm von Trompeten im Hof, die Melodie, welche ſie ſpielten, war eine fremde Melodie; die Mitglieder des Raths