Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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Erwägt die letzten Nachrichten vom Norden: die Grenze u der Niederlande iſt ruhig; Philipp II. zittert und Marie di von England ſchweigt. Ihr könnt noch einen Waffen⸗ F

ſtillſtand ſchließen, Sire, oder die Bedingungen des Friedens dictiren. Es iſt nicht ein abenteuerlicher Feld⸗* w

herr, was Ihr braucht, ſondern ein erfahrener, weiſer d Miniſter, den das Ungeſtüm des Alters nicht verblen⸗ o det, für den der Krieg nicht der Einſatz eines uner⸗ ſättlichen Ehrgeizes iſt, und der mit Ehre und Würde d für Frankreich den Grund zu einem dauerhaften Frieden r legen kann.“

„Wie Ihr ſelbſt zum Beiſpiel, Herr Connetable,“ v unterbrach ihn voll Bitterkeit der Cardinal von Loth⸗ 1 ringen.

„Wie ich ſelbſt,“ verſetzte mit ſtolzem Tone Anne von Montmorency,„und ich rathe dem König offen, ſich nicht mit den Wechſelfällen eines Krieges zu be⸗

ſchäftigen, den man nur machen wird, wenn er es will und wann er es will. Die inneren Angelegen⸗ heiten, der Zuſtand der Finanzen, die Intereſſen der

Religion nehmen noch viel dringender unſere Sorge in Anſpruch, und ein kluger Verwalter iſt heute hun⸗ dertmal mehr werth, als der unternehmendſte General.“

„Und er hat hundertmal mehr Anſpruch auf die Gunſt Seiner Majeſtät, nicht wahr?“ ſagte mit ſchar⸗ fem Tone der Cardinal von Lothringen.

„Seine Eminenz vollendet meinen Gedanken,“ fuhr Montmorench kalt fort,„und da ſie die Frage auf dieſes Gebiet gebracht hat, nun wohl! ſo wage ich es, Seine Majeſtät zu bitten, den Beweis zu geben, daß ihr meine friedlichen Dienſte gefallen.“

„Was iſt das?“ verſetzte ſeufzend der König.

„Sire, ich beſchwöre Eure Majeſtät, öffentlich die Ehre zu erklären, welche ſie meinem Hauſe zu erweiſen die Gnade hat, indem ſie meinem Sohn die Hand von Frau von Angouléme bewilligt. Ich bedarf dieſer offi ciellen Kundgebung und dieſes feierlichen Verſprechens