Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Die Boshafte iſt diejenige, welche Euch zulächelt, und nicht die, welche Euch ſchmäht, verſteht Ihr? Sprecht nicht mehr mit ihr dieſen Abend, Freund, ich will es.“

„Ihr wollt es! wie gut Ihr ſeid!... Nein, ich werde nicht mehr mit ihr ſprechen. Doch hört, der Epi⸗ log iſt leider auch zu Ende! Gott befohlen, und auf baldiges Wiederſehen, nicht wahr, Diana? Sagt mir ein letztes Wort, das mich aufrecht hält und mich trö⸗ ſtet, Diana.“

„Auf baldiges Wiederſehen, auf immer, Gabriel, mein Männchen,“ flüſterte das freudige Kind dem entzückten Gabriel ins Ohr.

Und ſie verſchwand in der gedrängten, geräuſch⸗ vollen Menge. Gabriel ſchlich ſich ſeinerſeits weg, um es ſeinem Verſprechen gemäß zu vermeiden, der Kö⸗ nigin zu begegnen.. eine rührende Treue gegen ſeine Schwüre.. Er verließ den Louvre, indem er in ſeinem Innern Antvine de Baif für einen großen Mann erklärte und ſich ſagte, er habe nie einer Vor⸗ ſtellung beigewohnt, die ihm ſo viel Vergnügen ge⸗ macht.

Im Veſtibule nahm er Martin⸗Guerre mit, der ihn ganz funkelnd in ſeinen neuen Kleidern erwartete.

„Nun! hat der gnädige Herr Frau von Angou⸗ léme geſehen?“ fragte der Stallmeiſter ſeinen Herrn, als ſie auf der Straße waren..

„Ich habe ſie geſehen,“ antwortete Gabriel träu⸗ meriſch.

„Und Frau von Angoulöme liebt immer noch den Herrn Vicomte?“ fuhr Martin-Guerre fort, als er Gabriel in guter Stimmung ſah.

„Schurke!“ rief Gabriel,„wer hat Dir das ge⸗ ſagt? Woher haſt Du es genommen, daß Frau von Caſtro mich liebte, oder daß ich nur Frau von Caſtro liebte? Willſt Du wohl ſchweigen, Burſche?“ „Gut!“ murmelte Meiſter Martin,„der gnäd