Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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„Und es ſindet kein Haß zwiſchen meinem Vater und Euch ſtatt, es kann keiner ſtattfinden?“

„Ich hoffe es, Diana, ich würde zu ſehr leiden, wenn ich Euch leiden machte.“

„Das iſt gut, Gabriel; nun wohl! wenn Ihr das hofft, mein Freund,“ fügte ſie mit ihrem anmuthreichen Lächeln bei,„ſo hoffe ich meinen Vater zu bewegen, daß er auf die Heirath verzichtet, welche mein Tod wäre. Ein mächtiger König wie er muß dieſen Mont⸗ moreney Entſchädigungen zu bieten haben.“

„Nein, Diana, alle ſeine Schätze und ſeine ganze Gewalt vermöchten nicht für Euren Verluſt zu ent⸗ ſchädigen.“

„Ah! ſo verſteht Ihr das, gut, gut! Ihr habt mir bange gemacht, Gabriel. Doch ſeid unbeſorgt, Freund: Franz von Montmoreney denkt hierüber, Gott ſei Dank, nicht wie Ihr, und er wird Eurer armen Diana einen hölzernen Stab vorziehen, der ihn zum Marſchall macht. Iſt dieſer ruhmwürdige Tauſch an⸗ genommen, ſo werde ich den König ganz ſachte vorbe⸗ reiten. Ich werde ihn an die königlichen Verwandt⸗ ſchaften des Hauſes d'Exmés, ich werde ihn an Eure Thaten erinnern, Gabriel...“

Sie unterbrach ſich.

„Ah! mein Gott! das Stück geht zu Ende, wie mir ſcheint.“

„Fünf Akte! was das kurz iſt!“ ſagte Gabriel; „doch Ihr habt Recht, Diana, der Epilog ſetzt die Mo⸗ ral der Fabel auseinander.“

„Zum Glück,“ erwiederte Diana,„zum Glück haben wir uns beinahe Alles geſagt, was wir uns zu ſagen hatten.“

„Ich habe Euch nicht den tauſendſten Theil geſagt,“ entgegnete Gabriel.

„Ich auch nicht,“ ſprach Diana;„und die Zuvor⸗ kommenheit der Königin...

„Oh! Boshafte!“