Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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geſtern! verſprach jch, was er wollte, Gabriel, doch unter der Bedingung, daß meine Hinrichtung um drei Monate verſchoben werde, und daß ich zuvor erfahren müſſe, was aus Euch geworden wäre.“

„Ihr habt alſo verſprochen?...“ ſagte Gabriel erbleichend.

„Ja, doch ich hatte Euch nicht wiedergeſehen, Freund, ich wußte nicht, welche köſtliche und ſchmerz⸗ liche Eindrücke Euer Anblick an demſelben Tag in mir erregen ſollte, als ich Euch wiedererkannte, Gabriel, ſchöner, ſtolzer denn einſt, doch immer noch derſelbe! Oh! ich fühlte ſogleich, mein Verſprechen gegen den König wäre nichtig und dieſe Heirath unmöglich; dieſes Leben gehörte Euch, und wenn Ihr mich noch liebtet,

würde ich Euch immer lieben. Geſteht nun, daß ich

nicht hinter Euch zurück bin, und daß Euer Leben dem meinigen nichts vorzuwerfen hat.“

„Oh! Ihr ſeid ein Engel, Diana, und Alles, was ich gethan habe, um Euch zu verdienen, iſt nichts.“

„Gabriel, da uns das Schickſal ein wenig genähert hat, ſo laßt uns die Hinderniſſe ermeſſen, die uns noch trennen. Der König iſt ehrgeizig für ſeine Tochter, und die Caſtro und die Montmorency haben ihn leider ſchwierig gemacht.“

„Seid unbeſorgt über dieſen Punkt, Diana; das Haus, zu dem ich gehöre, braucht die ihrigen nicht zu beneiden, und es wäre nicht das erſte Mal, daß es ſich mit dem Hauſe Frankreich verbinden würde.“

„Ah! wahrhaftig! Gabriel, Ihr erfüllt mich mit Freude, indem Ihr mir das ſagt. E bin, wie Ihr Euch wohl denken könnt, ſehr unwiſſtud in der Wap⸗ penkunde und kannte die d'Ermés nicht. Dort in Vi⸗ moutiers nannte ich Euch Gabriel, und mein Herz be⸗ durfte keines ſüßeren Namens. Dieſer Name iſt es, den ich liebe, und wenn Ihr glaubt, der andere werde den König befriedigen, ſo geht Alles gut und ich bin glücklich.

Möget Ihr d'Ermés, oder Guiſe, oder Montmorency