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von Caſtro zur Witwe, und der König ſchickte mich in das Kloſter der Tochter Gottes, wo ich meine Trauerzeit hinbringen ſollte. Doch das fromme, ruhige Leben, das man im Kloſter führte, ſagte meiner Natur viel mehr zu, als die fortwährenden Intriguen und Auf⸗ regungen des Hofes. Nachdem die Trauerzeit beendigt war, verlangte und erhielt ich von dem König die Er⸗ laubniß, noch im Kloſter zu bleiben. Man liebte mich dort wenigſtens! Die gute Schweſter Monica beſonders, welche mich an Aloyſe erinnerte. Ich ſage Euch ihren Namen, Gabriel, damit Ihr ſie liebt. Und dann wa⸗ ren mir nicht nur alle Schweſtern zugethan, ſondern ich konnte auch träumen, Gabriel, ich hatte die Zeit und das Recht dazu. Ich warfrei, und was meine Träume
erfüllte, welche aus der Vergangenheit und der Zukunft
beſtanden, Ihr errathet es, Freund, nicht wahr?“
Beruhigt und entzückt antwortete Gabriel nur durch einen leidenſchaftlichen Blick. Zum Glück war die Scene der Komödie höchſt intereſſant. Der Prahler wurde auf das Schmählichſte behandelt und die Guiſen und die Montmoreney blähten ſich auf vor Freude. Die zwei Liebenden wären in einer Wüſte nicht mehr allein geweſen.
„So vergingen fünf Jahre des Friedens und der Hoffnung,“ fuhr Diana fort.„Es traf mich nur ein Unglück, das, meinen Nährvater Enguerrand zu verlieren. Ein anderes Unglück ließ nicht auf ſich warten. Der König rief mich zu ſich zurück und eröffnete mir, ich wäre beſtimmt, die Frau von Franz von Montmorency zu werden. Ich widerſtand, Gabriel, ich war kein Kind mehr, das nicht weiß, was es thut. Doch mein Vater bat und flehte, und zeigte mir, wie wichtig dieſe Heirath für die Wohlfahrt des Reiches wäre. Ihr hattet mich ohne Zweifel vergeſſen, Gabriel, der König ſagte dies! Und dann, wo waret Ihr? Wer waret Ihr? Kurz, der König drang ſo ſehr in mich beſtürmte mich ſo ſehr mit Bitten! Geſtern, ja es w
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