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Geſpräch ſich beleben und die Geiſter zerſtreuen würde. Er plauderte mittlerweile mit einem bleichen jungen Herrn von zartem Ausſehen, den der Zufall in ſeine Nähe führte. Doch nachdem er ſich eine Zeit lang über Gegenſtände unterhalten hatte, welche ſo unbedeutend waren, als ſeine Perſon zu ſein ſchien, fragte der junge Cavalier Gabriel:
„Mit wem habe ich zu ſprechen die Ehre?“
„Ich bin der Vicomte d'Ermeès,“ antwortete Gab⸗ riel.„Darf ich es wagen, mein Herr, dieſelbe Frage an Euch zu richten?“ fügte er bei.
Der junge Mann ſchaute ihn mit erſtaunter Miene an und erwiederte:
„Ich bin Franz von Montmorench.“
Hätte er geſagt:„Ich bin der Teufel 1“ Gabriel könnte ſich nicht mit mehr Schrecken und Haſt von ihm entfernt haben. Franz, der keinen ſehr lebhaften Geiſt beſaß, war ganz verwundert; da er aber die Kopfarbeit nicht liebte, ſo ließ er dieſes Räthſel bald liegen, und ſuchte anderswo etwas minder ſcheue Zuhörer.
Gabriel war beſorgt geweſen, ſeine Flucht gegen die Seite von Diana von Caſtro zu lenken; doch er wurde durch eine große Bewegung aufgehalten, welche um den König her entſtand. Heinrich 11. verkündigte nämlich, da er dieſen Tag durch eine Ueberraſchung für die Damen zu beendigen gedacht, ſo habe er in der Gallerie ein Theater errichten laſſen, und man werde eine Komödie in fünf Acten und in Verſen von Jean Antoine de Baif, genannt der Brave, aufführen; dieſe Neuigkeit wurde natürlich mit den Dankbezeugun⸗ gen und dem Beifallsrufe Aller aufgenommen⸗ Die Edelleute boten ihre Hand den Damen, um ſie in den nahen Saal zu führen, wo die Seene improviſirt warz doch Gabriel kam zu ſpät zu Diana und konnte ſich nur unfern von ihr hinter die Königin ſtellen.
Catharina von Medicis erblickte und rief ihn; er
5 mußte vor ſie treten.


