Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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Diana von Caſtro und von Franz von Montmorency, die er nur zu deutlich gehört hatte, gaben ſeiner Lei⸗ denſchaft das Gedächtniß wieder. Würde Diana ſich zu dieſer verhaßten Heirath herbeilaſſen? Würde ſie dieſen Franz lieben? Martervolle Zweifel, welche die Zuſammenkunft am Abend vielleicht nicht gänzlich zu zerſtreuen vermöchte.

Gabriel beſchloß, hierüber Martin-Guerre zu be⸗ fragen, der ſchon mehr als eine Bekanntſchaft gemacht hatte, und in ſeiner Eigenſchaft als Stallmeiſter viel tiefer unterrichtet ſein mußte, als die Herren. Denn es iſt eine allgemeine akuſtiſche Beobachtung, daß die Ge⸗ räuſche aller Art viel ſtärker unten hallen, und daß es faum anderswo als in den Thälern Echos gibt. Der Vicomte d'Ermès hatte um ſo mehr ſeinen Entſchluß zu rechter Zeit gefaßt, als es ebenfalls Vorſatz bei Mar⸗ tin⸗Guerre war, ſeinen Herrn zu befragen, deſſen Un⸗ ruhe ihm nicht entging, während er doch, ſtreng genom⸗ men, nicht das Recht hatte, etwas von ſeinen Handlungen oder ſeinen Gefühlen einem fünfjährigen treuen Die⸗ ner und einem Retter, was noch mehr iſt, zu verbergen.

Aus dieſem gegenſeitigen Entſchluß und aus dem Geſpräch, das daraus folgte, ging für Gabriel hervor, daß Diana von Caſtro Franz von Montmorench nicht liebte, und für Martin⸗Guerre, daß Gabriel Diana von Caſtro liebte.

Dieſer doppelte Schluß erfreute den Einen und den Andern ſo ſehr, daß Gabriel eine Stunde vor der Gröffnung der Pforten in den Louvre kam, und daß Martin⸗Guerre, um der föniglichen Geliebten des Vi⸗ comte Ehre zu machen, auf der Stelle zum Hofſchneider ging und ſich einen Leibrock von braunem Tuch und Strumpfhoſen von gelbem Tricot kaufte. Er bezahlte Alles baar, und zog ſogleich ſeine neue Kleidung an, um ſie ſchon am Abend in den Vorzimmern des Louvre zu zeigen, wo er ſeinen Herrn erwarten ſollte.

Der Schneider war ſehr erſtaunt, als er nach einer