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während ſich zu gleicher Zeit eine ganze Welt ſeltſamer, unausſprechlicher Gedanken in ihm regte.
Der Gefangene ſchien ſeinen Beſuch ebenfalls nicht gleichgültig zu betrachten, und es gab einen Augenblick, wo er eine Geberde machte und den Mund öffnete, als wollte er reden; doch der Gouverneur hatte ſich umge⸗ wendet, er erinnerte ſich zu rechter Zeit des Geſetzes, das ihm vorgeſchrieben war, und ſeine Lippen ſprachen nur durch ein bitteres Lächeln. Er ſchloß dann die Angen wieder und verſank in ſeine ſteinerne Unbeweg⸗ lichkeit.
„Oh! gehen wir von hier weg,“ ſprach Gabriel zum Gouverneur.„Ich bitte, gehen wir weg, ich muß Luft einathmen und die Sonne ſehen.“
Er erlangte in der That ſeine Ruhe und ſo zu ſagen ſein Leben erſt wieder, als er ſich auf der Straße, mitten unter dem Geräuſch der Menge fand. Auch da war die düſtere Erſcheinung noch in ſeinem Innern, und ſie verfolgte ihn den ganzen Tag, während er nachdenkend die Grove entlang ging.
Irgend ein Etwas ſagte ihm, das Schickſal dieſes unglücktichen Gefangenen ſtehe mit dem ſeinigen in Be⸗ rührung und er ſei an einem großen Ereigniß ſeines Lebens hingegangen. Ermüdet endlich durch dieſe ge⸗ heimnißvollen Ahnungen, wandte er ſich, als der Abend herannahte, den Tournelles zu. Die Turniere des Tages, an denen Gabriel nicht hatte Theil nehmen wollen, endigten ſich. Gabriel konnte Diana erſchauen und wurde von ihr erſchaut, und dieſer doppelte Blick zer⸗ ſtreute den Schatten aus ſeinem Herzen, wie ein Son⸗ nenſtrahl die Wolken zerſtreut. Gabriel vergaß den düſteren Gefangenen, den er am Tage geſehen, um nur noch an die blendende Jungfrau zu denken, die er am Abend ſehen ſollte.


