der Hand, um ihn ſelbſt zur Königin zu führen. Zu ſeinem großen Erſtaunen ſah er ein ihm völlig unbe⸗ kanntes Geſicht. Es war indeſſen ein ſtattlicher Ca⸗ valier von edler Miene, und die Königin, als ſie das Geſchmeide um den Hals des vor ihr knieenden jungen Mannes ſchlang, konnte nicht umhin, dies zu bemerken und ihm zuzulächeln.
Er aber, nachdem er ſich tief verbeugt hatte, erhob ſich wieder, machte einige Schritte gegen die Eſtrade des Hofes, blieb vor Frau von Caſtro ſtehen und bot ihr vas Halsgeſchmeide, den Preis des Siegers.
Die Fanfaren erſchollen abermals dergeſtalt, daß man zwei Schreie nicht hörte, welche gleichzeitig aus Beider Mund kamen.
„Gabriel!“
„Diana!“
Ganz bleich vor Freude und Erſtaunen nahm Diana das Halsgeſchmeide mit zitternder Hand. Jeder⸗ mann dachte, der unbekannte Cavalier habe den König Frau von Caſtro das Halsgeſchmeide verſprechen hören, und wolle eine ſo ſchöne Dame nicht um das ihr zu⸗ geſagte Geſchenk bringen. Man fand ſein Benehmen galant und ganz eines guten Edelmannes würdig. Der König ſelbſt nahm die Sache nicht anders.
„Das iſt eine Artigkeit, die mich rührt,“ ſagte er. „Aber ich, von dem man annimmt, ich kenne alle Her⸗ ren meines Adels, ich muß geſtehen, daß ich mich nicht erinnere, wo und wann ich Euch geſehen habe, und ich wäre doch ſehr erfreut, zu wiſſen, wer mir ſo eben den harten Stoß gegeben, der mich, glaube ich, aus dem Sattel gehoben hätte, beſäße ich nicht, Gott ſei Dank, ſo feſte Beine.“
„Sire,“ erwiederte Gabriel,„es iſt das erſte Mal, daß ich die Ehre habe, mich in Gegenwart Eurer Ma⸗ jeſtät zu befinden. Ich war bis jetzt beim Heer, komme ſo eben aus Italien an und heiße Vicomte d'Exmös.“
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Vicomte dErmos!“ verſetzte der König;„gut


