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ich werde mich nun des Namens meines Siegers er⸗ innern.“
„Sire,“ ſprach Gabriel,„es gibt keinen Sieger, da wo Ihr ſeid, und ich überbringe Eurer Majeſtät den glorreichen Beweis hievon.“
Er machte ein Zeichen, Martin-Guerre und die zwei Gewappneten traten mit den italieniſchen Fahnen in die Rennbahn und legten ſie zu den Füßen des Kö⸗ nigs nieder.
„Sire,“ ſagte Gabriel,„hier ſind die in Italien durch Euer Heer eroberten Fahnen, welche der Herzog von Guiſe Eurer Majeſtät überſchickt. Seine Eminenz der Herr Cardinal von Lothringen verſicherte mich, Eure Majeſtät werde mir keinen ſchlimmen Dank dafür wiſſen, daß ich ihr ſo unvermuthet in Gegenwart des Hofes und des Volkes von Frankreich, als bei Eurem Siege betheiligter Zeugen, dieſe Beute zu Füßen lege. Sire, ich habe auch die Ehre, in Eure Hände dieſe Briefe vom Herrn Herzog von Guiſe zu überreichen.“
„Ich danke, Herr Vicomte d'Ermés,“ ſprach der König.„Das iſt alſo das ganze Geheimniß der Cor⸗ reſpondenz des Herrn Cardinals. Dieſe Briefe beglan⸗ bigen Euch bei unſerer Perſon, Vicomte. Doch Ihr habt ſiegreiche Manieren, Euch ſelbſt vorzuſtellen. Was leſe ich? von dieſen Fahnen habt Ihr vier in Perſon genommen. Unſer Vetter von Guiſe hält Euch für einen ſeiner bravſten Kapitäne. Herr d'Ermeés, verlangt von mir, was Ihr wollt, und ich ſchwöre Euch, daß Ihr es auf der Stelle erhaltet.“
„Sire, Ihr ſeid allzu gnädig, und ich ſtelle Alles der Güte Eurer Majeſtät anheim.“
„Ihr ſeid Kapitän bei Herrn von Guiſe, mein Herr,“ ſprach der König,„gefiele es Euch, dies bei meinen Leibwachen zu ſein? Ich war verlegen, wie ich
Herrn von Avällon erſetzen ſollte, der heute ſo unglück⸗
lich geſtorben iſt; doch ich ſehe, er wird einen würdigen Nachfolger haben.“


