Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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Aber der Herr Marſchall war ſehr gewandt und kräftig und hielt ſich beſtändig gegen fünf auf einander fol⸗ gende Ritter.

Der König konnte ſich nicht mehr bewältigen.

„Ei!“ ſagte er zu dem Marſchall,„ich will doch ſehen, Herr d'Amville, ob Ihr für die Ewigkeit hier feſtgenietet ſeid.“

Er bewaffnete ſich, und ſchon beim erſten Rennen verlor Herr d'Amville die Bügel. Nach ihm kam die Reihe an Herrn dAuſſun. Dann zeigte ſich kein Kämpe mehr.

„Was iſt denn das, meine Herren?“ ſprach Hein⸗ rich;„wie! Niemand will mehr gegen mich kämpfen? Schont man mich etwa?“ rief der König die Stirne faltend.„Ah! Gottes Tod! es gibt keinen König hier, außer dem Sieger, und keine Vorrechte, außer denen der Geſchicklichkeit. Greift mich alſo an, meine Herren, greift mich kühn an.“

Doch Keiner wagte den Angriff des Löwen, denn man befürchtete gleich ſehr, Sieger und Beſiegter zu ſein.

Der König wurde indeſſen ſehr ungeduldig. Er fing an zu vermuthen, daß bei den vorhergehenden Wettſtreiten ſeine Widerſacher nicht alle ihre Mittel gegen ihn gebraucht hatten, und dieſer Gedanke, der ſeinen Sieg in ſeinen eigenen Augen verkleinerte, er⸗ füllte ihn mit Aerger.

Endlich kam ein neuer Kämpe durch die Schran⸗ ken und Heinrich ſprengte ihm, ohne nur zu ſehenrwer es war, entgegen. Die beiden Lanzen brachen Ich, doch der König wankte im Sattel, nachdem er den Stumpf weggeworfen hatte, und war genöthigt, ſich am Sattelbogen zu halten. Der Andere blieb unbe⸗ weglich. In dieſem Augenblickſchlug es ſechs Uhr. Hein⸗ rich war beſiegt.

Leicht und freudig ſtieg er vom Pferde, warf den Zügel einem Stallmeiſter zu und nahm den Sieger bei Die beiden Dianen. 1. 6