Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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Die Tourniere ſollten erſt am andern und an den darauf folgenden Tagen ſtattfinden; doch mehrere Herren des Hofes baten den König, da die Stunde noch nicht ſehr vorgerückt, um Erlaubniß, einige Lanzen zu Ehren und zum Vergnügen der Damen brechen zu dürfen.

„Es ſei, meine Herren,“ antwortete der König; „ich bewillige Euch das ſehr gern, obgleich es vielleicht den Herrn Cardinal von Lothringen ſtören wird, der, wie ich glaube, nie eise ſo zahlreiche Correſpondenz durchzuarbeiten gehabt hat, als ſeit den zwei Stunden, die wir hier ſind. Schlag auf Schlag empfängt er Boten, die ihn ungemein zu beſchäftigen ſcheinen. Doch gleichviel, wir werden nachher erfahren, was daran iſt, und mittlerweile könnt Ihr ein paar Lanzen brechen. Hier iſt ein Preis für den Sieger,“ fügte Heinrich bei,

indem er die goldene Kette, die er trug, vom Halſe nahm.„Thut Euer Beſtes, meine Herren; nehmt Euch jedoch in Acht, wenn der Kampf ſich erwärmt, fo könnte ich mich wohl darein miſchen und wieder zu gewinnen ſuchen, was ich Euch biete, um ſo mehr, als ich Frau von Caſtro etwas ſchuldig bin. Merkt Euch auch, daß auf den Punk tſechs Uhr der Kampf beendigt iſt und der Sieger, wer es auch ſein mag, gekrönt werden wird. Geht, Ihr habt eine Stunde, um uns Eure ſchönen

Stöße zu zeigen, hütet Euch jedoch, daß Niemand

Schlimmes widerfährt. Sagt indeſſen, wie geht es Herrn von Avallon?“

„Ach! Sire, er iſt ſo eben verſchieden.“* 8 Gott nehme ſeine Seele gnädig auf!“ ſpra

„Von meinen Kapitänen der Garde war er

vielleicht der eifrigſte für meinen Dienſt und der bravſte. Wer wird ihn mir erſetzen?. Doch die Damen warten, meine Herren, und die Schranken werden ſich öffnen.“

Der Graf von Pommerive hielt zuerſt Stand; doch er mußte Herrn von Burie weichen, dem der Herr Marſchall d'Amville ſodann das Feld abgewann.