Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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unſerer Tage und der Leſer unſeres Buches machen würde. Wir ſchicken daher zu Brantome diejenigen, welche neugierig ſein dürften, ſie kennen zu lernen die Märſche und Gegenmärſche dieſer zwölf Gladiatoren, von denen ſechs in weißen Atlaß und ſechs in rothen, gemacht nach der römiſchen Antike, gekleidet waren,

was in der That in einem Jahrhundert, wo man die

locale Farbe noch nicht erfunden hatte, als ſehr ge⸗

ſchichtlich erſcheinen mußte.

Sobald dieſer ſchöne Kampf unter allgemeinem Beifall beendigt war, traf man die nothwendigen Vor⸗ kehrungen, um das Pfahlrennen zu beginnen.

Am Ende der Bahn, wo ſich der Hof befand, wa⸗ ren mehrere Pfähle von fünf bis ſechs Fuß in einer gewiſſen Entfernung von einander in die Erde einge⸗

rammt. Man mußte im Galopp anſprengen und ſich in

allen Richtungen um dieſe emporgerichteten Bäume wenden, ohne einen zu verfehlen und ohne einen zu überſchreiten.

Von acht vollendeten Rennbahnen kamen drei dem König zu, und der Herr General Oberſte von Bonnivet gewann ebenfalls drei. Die neunte und letzte ſollte entſcheiden; doch Herr von Bonnivet war nicht minder ehrfurchtsvoll als Herr von Vieilleville, und trotz alles guten Willens ſeines Pferdes kam er erſt als der Dritte an, und Heinrich gewann abermals den Preis.

Der König ſetzte ſich zu Diana von Poitiers und befeſtigte öffentlich das Bracelet, das er empfangen hatte, an ihrem Arm.

Die Königin erbleichte vor Wuth.

Gaſpard von Tavannes, der hinter ihr ſaß, neigte ſich an das Ohr von Catharina von Medicis und ſagte u ihr:

„Madame, folgt mir wohl mit den Augen wo⸗ hin ich gehe, und ſeht, was ich thue.“

„Und was wirſt Du thun, mein braver Gaſpard 7

ſprach die Königin.