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ges Viereck, begrenzt auf jeder Seite durch Gerüſte, welche mit Zuſchauern bedeckt waren; an einem Ende ſaßen die Königin und der Hof. Am entgegengeſetzten Ende fand ſich der Eingang der Bahn, wo die Käm⸗ pfenden den Anfang der Spiele erwarteten. Die Menge drängte ſich auf den zwei andern Gallerien.
Als nach der religiöſen Feier und dem darauf fol⸗ genden Mahle die Königin und der Hof gegen drei Uhr Nachmittags die ihnen vorbehaltenen Plätze ein⸗ nahmen, erſchollen die Vivat und Freudenrufe von allen Seiten.
Doch gerade dieſes lärmende Freudengeſchrei machte, daß das Feſt mit einem Unglück anfing. Das Pferd von Herrn von Avallon, einem der Kapitäne der Leib⸗ wache, bäumte ſich erſchrocken über dieſen Tumult, ſprang in die Arena, ſein ſattelloſer Reiter ſtürzte mit dem Kopf gegen eine von den hölzernen Schranken, welche die Bahn umgaben, wurde halbtodt aufgehoben und in einem beinahe verzweifelten Zuſtand den Hän⸗ den der Wundärzte übergeben.
Der König war ſehr ergriffen von dieſem bekla⸗ genswerthen Unfall; doch ſeine Leidenſchaft für die Spiele und Carrouſels gewann bald die Oberhand über ſeinen Kummer.
„Dieſer arme Herr von Avallon,“ ſagte er,„ein ſo treuer Diener! man ſoll ihn mit aller Sorge be⸗ handeln.“
Und er fügte bei:
„Vorwärts! man kann immerhin das Ringelſtechen beginnen.“
Das Ringelſtechen jener Zeit war ein wenig com⸗
plicirter und ſchwieriger als das, welches wir kennen. Die Knieſtütze, woran der Ring hielt, war ungefähr
am Ende des zweiten Drittels der Bahn angebracht: 3
Man mußte im Galopp das erſte Drittel, im geſtreck⸗
ten Galopp das zweite Feetneh und im Vorüberrei⸗


