Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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ſo eben an mir vorübergegangen, er hat mit mir ge⸗ ſprochen.“

„Wer denn?“

„Wer? wenn es nicht Satan iſt, das Geſpenſt, die Erſcheinung, das Ungeheuer, der andere Martin⸗ Guerre.“

„Abermals dieſe Tollheit, Martin! Ihr träumt alſo wachend?“

„Nein, nein, ich habe nicht geträumt. Er hat mit mir geſprochen, ſage ich Euch, gnädiger Herr, er iſt vor mir ſtehen geblieben, hat mich mit ſeinem Zau⸗ berblick verſteinert und auf eine hölliſche Art lachend, ſagte er zu mir:„„Nun! wir ſind alſo immer noch im Dienſte des Vicomte d'Ermés?““ bemerkt dieſe Mehr⸗ zahl, wir ſind, gnädiger Herr,„„und wir bringen von Italien die im Feldzug von Herrn von Guiſe eroberten Fahnen?““ Ich antwortete ja mit dem Kopf wider meinen Willen, denn er beherte mich: woher weiß er dies Alles, gnädiger Herr? Dann fuhr er fort:„„Fürch⸗ ten wir uns nicht, ſind wir nicht Freunde und Brü⸗ der?““ Und als er ſodann das Geräuſch Eurer Tritte hörte, gnädiger Herr, rief er mit ſeiner teufliſchen Iro⸗ nie, die mir die Haare auf dem Kopfe ſich ſträuben machte:„„Wir werden uns wiederſehen, Martin⸗ Guerre.““ Und er verſchwand durch die kleine Thüre vielleicht oder vielmehr in der Mauer.“

„Du biſt ein Narr!“ verſetzte Gabriel,„wie hätte er die materielle Zeit gehabt, Alles dies Dir zu ſagen und zu thun, ſeitdem Du mich oben in der Gallerie verlaſſen haſt.“

„Ich, gnädiger Herr, habe mich nicht von der Stelle gerührt, wo Ihr mir Euch zu erwarten befahlet.“

„Ah! das wäre etwas Anderes, und wenn ich nicht mit Euch geſprochen habe, mit wem habe ich dann ſo eben geſprochen?“

„Sicherlich mit dem Andern, gnädiger Herr, mit

meinem Doppelgänger, mit meinem Geſpenſt.“

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