Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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ſehen worden zu ſein, bin ganz fremd am Hofe und hoffte im Louvre Monſeigneur den Cardinal von Lothringen zu finden. Ich fragte auch nach Seiner Eminenz und weiß nicht, warum man mich zu Euch geführt hat.“

„Herr von Lothringen,“ ſprach der Connetable, „liebt die Scheinkämpfe, da er ein Mann der Kirche iſt. Doch ich bin ein Mann des Schwertes, und liebe nur die wirklichen Kämpfe, und deshalb bin ich im Louvre, während ſich Herr von Lothringen in den Tournelles befindet.“

„Ich werde mir die Freiheit nehmen, ihn dort auf⸗ zuſuchen, gnädigſter Herr.“

„Mein Gott! ruht ein wenig aus, mein Herr, Ihr ſcheint von fern herzukommen, von Italien, ohne Zweifel, da ihr durch die Rue de lUniverſité einge⸗ ritten ſeid.“

„In der That, von Italien. Ich habe keinen Grund, es zu verbergen.“

„Ihr kommt vielleicht im Auftrag des Herzogs von Guiſe. Nun, was macht er dort?“

„Erlanbt mir, es zuerſt Seiner Majeſtät mitzu⸗

theilen und Euch zu verlaſſen, um dieſe Pflicht zu er⸗

„Geht, mein Herr, da Ihr ſo ſehr Eile habt. Ohne Zweifel,“ fügte er mit einer geheuchelten Ver⸗ traulichkeit bei,„ohne Zweifel ſeid Ihr ungeduldig, irgend eine von unſern ſchönen Damen wiederzuſehen. Ich wette, Ihr habt zugleich Eile und Furcht. He! nicht wahr, es iſt ſo, ſprecht, junger Mann?“

Doch Gabriel nahm ſeine kalte, ernſte Miene an, antwortete nur mit einer tiefen Verbeugung und ent⸗ fernte ſich.

„Paternoster, quies in coelis!“ knurrte

der Connetable, als ſich die Thüre hinter Gabriel

eſchloſſen hatte.„Bildet ſich dieſer verfluchte Jung⸗ ſentnh ein, ich wolle ihm entgegenkommen, ihn ge⸗

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