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hängen laſſe,“ ſprach mit trockenem und ein wenig ver⸗ ächtlichem Tone der Connetable.
„Seid unbeſorgt, Monſeigneur, man iſt ein Mann der Vorſicht.“
„Laßt nun den Brief ſehen.“
„Hier iſt er, Monſeigneur.“
„Nun, ſo öffnet ihn, ohne das Siegel zu verletzen, und leſet. Bei Gottes Tod! bildet Ihr Euch ein, ich könne leſen?“
Meiſter Arnauld du Thill nahm aus ſeiner Taſche eine Art von ſchneidendem Meißel, ſchnitt ſorgfältig das Siegel heraus und öffnete den Brief. Er ſchaute zu⸗ erſt nach der Unterſchrift.
„Monſeigneur ſieht, daß ich mich nicht täuſchte. Der an den Cardinal von Guiſe gerichtete Brief iſt vom Cardinal Caraffa, wie der elende Eilbote mir alber⸗ ner Weiſe zugeſtanden hat.“
„Bei der Dornenkrone! lies doch,“ rief Anne von Montmorency.
Meiſter Arnauld las:
„Monſeigneur und theurer Verbündeter, nur drei Worte von Belang. Erſtens wird der Papſt, Eurer Bitte gemäß, die Angelegenheit der Eheſcheidung in die Länge ziehen und von Congregation zu Congregation Franz von Montmorench ſchicken, der geſtern in Rom bei uns angekommen iſt, um ihm endlich die Dispenſe, welche er nachſucht, zu verweigern.“
„Pater noster,“ muͤrmelte der Connetable. „Satan verbrenne alle dieſe Rothröcke.“
„Zweitens,“ fuhr Arnauld im Leſen fort,„zweitens hält Herr von Guiſe, Euer erhabener Bruder, nachdem er Campli genommen, Civitella im Schach. Doch da⸗ mit wir uns hier entſchließen, ihm, ſeinem Begehren gemäß, Mannſchaft und Mundvorräthe zu ſchicken, was im Ganzen ein großes Opfer für uns iſt, möchten wir gern verſichert ſein, daß Ihr ihn nicht für den Krieg


