Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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VII.

Die Pater noſter des Herrn Connetable.

An demſelben Tage, während die Ringelrennen und Feſte in den Tournelles gehalten wurden, befragte der Connetable von Montmorench im Louvre, im Ca⸗ binet von Diana von Poitiers, einen von ſeinen gehei⸗ men Vertrauten.

Der Spion war von mittlerem Wuchſe und brau⸗ nem Geſicht. Er hatte ſchwarze Angen und Haare, eine Adlernaſe, ein gabelförmiges Kinn, eine hervor⸗ ſpringende Unterlippe und einen leicht gekrümmten Rücken. Er glich auf das Auffallendſte Martin⸗Guerre, dem treuen Stallmeiſter von Gabriel. Wer ſie getrennt ge⸗ ſehen hätte, würde den Einen für den Andern gehalten haben. Wer ſie mit einander geſehen hätte, würde ge⸗ ſchworen haben, es wären Zwillingsbrüder, ſo groß und ſcharf war die Uebereinſtimmung in allen ihren Theilen. Es waren dieſelben Züge, daſſelbe Alter, dieſelbe Hal⸗ tung und Bewegung.

„Und was habt Ihr mit dem Eilboten gemacht, Meiſter Arnauld?“ fragte der Connetable.

„Gnädigſter Herr, ich habe ihn umgebracht. Es mußte ſein. Loch es geſchah in der Nacht, im Walde von Fontainebleau. Man wird den Mord auf Rech⸗ nung der Räuber ſetzen. Ich bin klug.“

„Gleichviel, Meiſter Arnauld, die Sache iſt ernſt, tadle Euch, daß Ihr ſo raſch mit dem Meſſer pielt.“ ch weiche vor keinem äußerſten Mittel zurück, wenn es ſich um den Dienſt von Monſeigneur handelt.“

„Ja, doch einmal für allemal, Meiſter Arnauld, bedenkt, daß, wenn Ihr Euch fangen laßt, ich Euch