Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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ſchön und glorreich ſie auch ſein dürfte, vermöchte nie dafür zu entſchädigen.“

„Diana,“ ſprach Heinrich mit ernſtem Tone,„Ihr wißt, daß ich Euch vom Kloſter zurückberufen habe, um Euch Franz von Montmorency zu geben. Es iſt eine große Partie, Diana, und dennoch ſcheint Euch dieſe Heirath, die, ich verberge es Euch nicht, auf eine er⸗ ſprießliche Weiſe die Intereſſen meiner Krone unterſtützt hätte, zu widerſtreben. Ihr ſeid mir wenigſtens die Gründe dieſer Weigerung ſchuldig, die mich betrübt, Diana.“

„Ich werde ſie Euch auch nicht verbergen, mein

Vater. Vor Allem,“ ſagte Diana mit einer gewiſſen

Verlegenheit,„vor Allem hat man mich verſichert, Franz von Montmoreney wäre ſchon heimlich mit Fräu⸗ lein von Fiennes, einer der Damen der Königin, ver⸗ heirathet.“

„Es iſt wahr,“ verſetzte der König,„doch dieſe ohne die Einwilligung des Connetable und ohne die meinige heimlich geſchloſſene Ehe iſt null und nichtig, und wenn der Papſt die Scheidung ausſpricht, ſo dürft Ihr Euch nicht anſpruchsvoller zeigen, als Seine Hei⸗ ligkeit! Iſt dies Euer Grund 2

„Ich habe noch einer andern, mein Vater.“

„Welchen, laßt hören; wie kann eine Verbindung, welche die edelſten und reichſten Erbinnen von Frank⸗ reich ehren würde, Euch zum Unglück gereichen?“

„Nun wohl! mein Vater, weil... weil ich Einen liebe,“ ſagte Diana, indem ſie ſich weinend und ganz verwirrt in die Arme des Königs warf.

„Ihr liebt, Diana?“ verſetzte Heinrich erſtaunt, „und wie heißt derjenige, welchen Ihr liebt?“

„Gabriel, Sire!“

„Gabriel von was?“ fragte der König lächelnd.

„Ich weiß es nicht, mein Vater.“

„Wie dies, Diana? In des Himmels Namen er⸗ klärt Fuch.“